Alleinerziehende sind weder Superhelden,  noch haben sie Superkräfte. Sie machen das, was zu tun ist, weil es sonst niemand macht.

Das geht für eine gewisse Zeit, aber eben nicht auf ewig. Gerade, wenn du kleine Kinder hast, wirst du deine eigenen Bedürfnisse häufig hinten anstellen müssen.

Aber das wird sich mit fortschreitender Entwicklung deiner Kinder wahrscheinlich wieder ändern.

Es gibt also Lichtblicke.

Wenn wir unsere Kinder in den ersten Lebensjahren gut begleiten, können wir später die Früchte ernten und wieder mehr Freiheiten für uns haben.

(Wie das geht, darum geht es in meinem Online Kurs für alleinerziehende Mamas „Wie Kinder trotz Trennung glücklich und geborgen aufwachsen„.

Alleinerziehende sind keine Superhelden oder Superheldinnen, können aber vielleicht ein paar Gewohnheiten entwickeln, die ihnen helfen:

 

  • Lerne, das Wesentliche vom Dringenden zu unterscheiden.

Nicht alles, was dringend erscheint ist auch wesentlich oder wichtig. Was macht für euch auch in 3 Wochen noch einen Unterschied und was nicht? Was führt dazu, dass es euch jetzt gut geht und nicht erst in ein paar Jahren. Was kannst du getrost hintenanstellen oder sogar ganz sein lasen?

  • Lerne, Hilfe anzunehmen.

Selbst erlebt, das kannst du lernen. Es fällt schwer. Aber in dem du dir helfen lässt hilfst du auch anderen. Denn Menschen helfen gerne. Du ermöglichst ihnen, ein gutes Gefühl zu haben, in dem sie dir helfen. Außerdem schenkst du ihnen vielleicht Zeit mit deinem tollen Kind.

  • Lerne, Hilfe einzufordern.

Ja, frag! „Sag mal, du holst dein Kind ja auch immer um die gleiche Zeit ab, wollen wir uns abwechseln oder könntest du mein Kind mitnehmen?“ „Deine Tochter ist ja auch zum Kindergeburtstag eingeladen. Hast du das Geschenk schon besorgt? Würdest du mir eins mitbringen, wenn du zum Geschäft gehst?“

Der Elternabend ist ja mal wieder am Abend. Mein Sohn hat ja schon öfters bei euch geschlafen, wäre es ok, wenn er am Freitag auch bei euch schläft damit ich zum Elternabend gehen kann?

  • Hilfe anbieten.

Wer immer nur nach Hilfe fragt und keine im Gegenzug anbietet, erscheint schnell als bedürftig. Ein Netzwerk sollte sich durch Geben und Nehmen auszeichnen. Für den Anfang können es sehr kleine Gesten sein. Deine Dankbarkeit auszudrücken kommt ebenfalls meistens gut an.

  • Sprich selbstbewusst von deinem Leben als Alleinerziehende.

Das macht dich stark, bringt dich aus der Opferrolle und macht dich zur Gestalterin deines Lebens.

  • Lerne, deine Grenzen kennen und halte sie ein, wo immer es geht.

Gerade mit kleinen Kindern ist das oft nicht möglich. Aber unsere Grenzen nach außen, die können wir klar kommunizieren.

Deine Vorgesetzte oder dein Vorgesetzter sucht nach Freiwilligen für eine zusätzliche Aufgabe? Nope, die musst nicht du sein.

Es werden Eltern gesucht, die beim Aufbau des Schulfestes helfen? Nope, das musst nicht du sein.

Kannst du aber, wenn es dir Freude bringt und du es stressfrei in den Alltag integrieren kannst. Weil solche Gelegenheiten sind super um dein Netzwerk zu erweitern.

Alle gehen ins Kinderturnen, aber dich stresst das? Kein Kind im Klein- oder Vorschulalter braucht solche strukturieren Aktivitäten. Schon gar nicht, wenn sie für Stress sorgen.

  • Und so sind wir schon beim letzten Punkt angelangt: Netzwerk.

Es ist super schwer, ein Netzwerk als Alleinerziehende aufzubauen, aber eben auch super wichtig! Nicht nur für dich, sondern auch für dein Kind. Je mehr Erwachsene es hat, auf die es sich verlassen kann, desto besser.

Finde die besonderen Menschen in deinem Umfeld.

Die eine Familie, die ähnlich tickt wie du. Die Erzieherin, mit der dein Kind so gut klar kommt. Der Trainer oder die Trainerin, die so engagiert ist.

Die nette Nachbarin, die auch alleinerziehend ist. Die Familie des Kindes, mit dem sich dein Kind so gut versteht. Finde unkomplizierte Menschen, die ähnlich ticken wie du und biete deine Hilfe an, gehe in Kontakt.

Du und dein Kind müssen gar nicht unbedingt viel Zeit mit den Menschen in eurem Netzwerk verbringen. Es ist einfach schön und kann Sicherheit geben, zu wissen ,dass da jemand ist, wenn wir jemanden brauchen. Und sei es nur für ein offenes Ohr.

Wie Kinder trotz Trennung glücklich und geborgen aufwachsen