Alleinerziehende Mama : Erfahrungsbericht und TippsAlleinerziehende Mama : Erfahrungsbericht und Tipps einer alleinerziehenden Mama

Im Leben als alleinerziehende Mama gibt es viele stressige Tage. Heute habe ich an einen ganz bestimmten Tag zurückgedacht – einer, der so sicher nicht noch einmal passieren würde.

Die Zeit nach der Trennung – ein verschwommener Rückblick

Die ersten Monate nach der Trennung sind für mich heute wie ein Nebel. Ich erinnere mich an wenig, wahrscheinlich weil ich damals einfach nur funktioniert habe. Meine Tochter war gerade zwei Jahre alt, ihr Vater war nach einer schwierigen Phase ausgezogen, und Begriffe wie „Umgangsvereinbarung“ waren mir bis dahin völlig fremd.

 

Unvorbereitet ins Leben als Alleinerziehende

Ich hatte keine Ahnung, was es wirklich bedeutet, alleine mit einem Kleinkind zu sein. Die Tage waren chaotisch, strukturlos und oft einfach nur überwältigend. Ich reagierte mehr, als dass ich agierte. Zum Glück kann ich heute, sechs Jahre später, über diese Erinnerungen schmunzeln – aber damals fühlte es sich einfach nur verzweifelt an.

 

Ein Tag, den ich nie vergesse

Es war Winter. Ein eiskalter Tag. Ich war im Homeoffice, das Mittagessen köchelte auf dem Herd, und ich erinnerte mich daran, dass die Wäsche noch im Keller lag. Also rannte ich schnell runter, wollte sie holen, zwei Minuten später stand ich wieder vor meiner Wohnungstür – und merkte, dass mein Schlüssel von innen steckte.

Panik.

Mein Nachbar versuchte zu helfen, schaltete die Stromversorgung aus, damit das Essen auf dem Herd keine Gefahr darstellte. Der Schlüsseldienst kam, konnte aber nichts tun – das Schloss ließ sich nicht einfach aufsägen. Die Uhr tickte. Meine Tochter sollte bald aus der Kita abgeholt werden. Ich stand da, mitten im Winter, mit Flip-Flops und ohne Jacke.

Der einzige Ausweg? Meine Tochter würde in Hausschuhen und kurzer Hose bei Minusgraden abgeholt werden müssen. Ein absoluter Tiefpunkt.

Alleinerziehende Mama : Erfahrungsbericht und Tipps

 

Vom Chaos zur Klarheit

Dieser Tag hat mir gezeigt, wie kopflos ich war. Ich habe einfach funktioniert, keine Prioritäten gesetzt und dadurch unnötigen Stress verursacht. Heute ist das anders. Ich mache nicht mehr tausend Dinge gleichzeitig, sondern plane bewusster. Ich kontrolliere gefühlt 98-mal, ob kein Schlüssel von innen steckt.

 

Was mir geholfen hat

  1. Die Sache mit den Prioritäten
    Muss ich wirklich gleichzeitig kochen, arbeiten und Wäsche machen? Oder kann manches auch warten?
  2. Reduktion auf das Wesentliche
    Ein gehetzter Tag hilft niemandem – manchmal muss man das Tempo rausnehmen. Je selbstständiger mein Kind wurde, desto mehr Freiraum entstand.
  3. Das Wissen um kindliche Entwicklung
    Mein Kind brauchte in dieser Zeit nicht Perfektion, sondern Geborgenheit und Sicherheit. Je mehr ich losgelassen habe, desto entspannter wurde unser Alltag.

 

Gut ist erstmal gut genug

Eine Kindheit, in der Verbundenheit Raum hat, ist wertvoller als ein perfekter Haushalt oder ein minutiös geplanter Tagesablauf. Heute weiß ich: Es gibt Phasen, da geht nicht alles – und das ist okay.

Wenn du nach der Trennung Orientierung suchst, hilft dir vielleicht mein PDF Bringe deine Kinder trotz Trennung auf einen guten Weg oder mein E-Book Trennung mit Kindern unter 7 – Finde das beste Umgangsmodell für euer Kind“.

Wie hast du die Zeit nach der Trennung erlebt? Welche Momente sind dir besonders in Erinnerung geblieben? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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