Was bedeutet es, als Alleinerziehende einsam zu sein?
Einsamkeit fühlt sich an wie eine unsichtbare Mauer zwischen dir und der Welt – sie entsteht nicht nur durch äußere Umstände, sondern vor allem durch das Gefühl, nicht wirklich verbunden zu sein. Du kannst dich einsam fühlen, selbst wenn du ständig von Menschen umgeben bist. Und umgekehrt kann echte Verbundenheit auch dann bestehen, wenn du oft allein bist.
Wenn du alleinerziehend und keine Freunde hast, kann es schwierig sein, aus diesem Gefühl der Isolation herauszufinden.
Doch Einsamkeit ist kein Zustand, den du einfach hinnehmen musst. Wenn du bewusste Entscheidungen für dich selbst triffst, dir Raum für deine Gefühle gibst und nach Wegen suchst, wieder mehr Verbundenheit in dein Leben zu bringen, kannst du lernen, besser mit diesem Gefühl umzugehen.
Im Folgenden erfährst du, was dir helfen kann, die Einsamkeit zu überwinden und dich wieder mehr mit dir selbst und anderen verbunden zu fühlen.
Akzeptanz
Es gibt Phasen als alleinerziehende Mutter, in denen deine eigenen Bedürfnisse kaum Platz finden. Das ist eine Realität, keine persönliche Schwäche.
Der erste Schritt ist, das anzunehmen: Du machst nichts falsch, wenn du erschöpft bist oder dich nach Zeit für dich sehnst. Das liegt nicht an dir, sondern an den Umständen, die es Alleinerziehenden oft schwer machen.
Dich immer weiter zu optimieren oder gegen die Erschöpfung anzukämpfen, wird dich nur noch mehr auslaugen. Du gibst bereits so viel – wahrscheinlich mehr, als du selbst bemerkst.
Gerade in diesen intensiven Zeiten ist es wichtig, kleine Inseln für dich zu schaffen. Doch nicht alles, was als „Selbstfürsorge“ angepriesen wird, fühlt sich auch wirklich gut an. Finde heraus, was dir guttut – nicht, was anderen hilft.
Vielleicht spürst du oft Einsamkeit und fühlst dich deswegen schlecht. Aber du bist nicht allein damit. Viele Alleinerziehende kennen dieses Gefühl. Es ist Zeit, dass wir offener darüber sprechen.
Einsamkeit ist kein unumstößlicher Zustand, sondern ein Gefühl, dem du Raum geben kannst. Wenn du es annimmst, kannst du herausfinden, wie du wieder mehr Verbundenheit in dein Leben bringst.
Das braucht Zeit – es ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen passiert. Doch der erste Schritt ist, dein Gefühl anzuerkennen und dir zu erlauben, traurig darüber zu sein.
Und wenn du mit jemandem darüber reden kannst, umso besser. Falls das gerade nicht möglich ist, kann es auch helfen, deine Gedanken in einem Tagebuch festzuhalten. Dein Gefühl verdient es, gesehen zu werden.
Entspannte Zeit mit Kind statt stressige Zeit ohne Kind
Als meine Tochter klein war und Trennungen von mir schwer für sie waren, habe ich gelernt, meine „Me-Time“ anders zu definieren – zum Beispiel gemeinsam mit ihr auf dem Spielplatz.
Oft war ich ins Spiel eingebunden, aber zu meiner Überraschung war es entspannend, einfach mit ihr im Schlamm zu matschen. Der erste Schritt war, zu akzeptieren, dass sie meine Nähe brauchte. Je mehr ich mich dagegen wehrte, desto anhänglicher wurde sie.
Sobald sie sich sicher fühlte, konnte ich mich oft zurückziehen und einen Moment für mich genießen. Kleine Kinder haben eine starke Hauptbindung, und erzwungene Trennungen können mehr Stress verursachen, als die gewonnene freie Zeit Entspannung bringt.
Ich begann, bewusst abzuwägen: Lohnt sich eine längere Betreuung im Kindergarten, damit ich in Ruhe einkaufen kann? Oder hole ich sie früher ab und hetze mit ihr gestresst durch den Supermarkt?
Nutze ich einen ruhigen Nachmittag im Wald, um selbst Kraft zu tanken, oder sage ich zum fünften Spieldate in dieser Woche Ja?
Es ist okay, wenn du deine eigenen Bedürfnisse beachtest – sie sind genauso wichtig. Kinder wünschen sich oft vieles, aber deine klare Haltung als Mutter gibt ihnen Sicherheit. Und gemeinsame, entspannte Zeit mit dir wird ihnen genauso guttun wie das nächste Treffen mit Freund*innen.
Kleine Auszeiten im Alltag
Nicht jede freie Minute muss „sinnvoll“ gefüllt werden. Lerne, kleine Ruheoasen bewusst zu nutzen und frage dich regelmäßig: Was brauche ich gerade wirklich?
Bevor du das nächste To-Do abhakst, stelle dir diese drei Fragen:
🔹 Muss ich das wirklich JETZT machen?
🔹 Muss ICH das machen oder kann es delegiert werden?
🔹 Muss das ÜBERHAUPT gemacht werden?
Früher habe ich jede freie Minute mit Aufgaben vollgestopft – ohne nachzudenken. Das führte oft dazu, dass ich gestresster war als vorher.
Kleine Pausen gibt es überall, wenn du hinsiehst: Während dein Kind im Sand spielt, während das Wasser für den Tee kocht oder wenn du kurz aus dem Fenster schaust. Nutze diese Momente, um durchzuatmen und dich mit dir selbst zu verbinden – statt ziellos am Handy zu scrollen (been there!).
Natürlich sollten Mütter sich langfristig nicht mit minimalen Auszeiten zufriedengeben. Aber solange du an der Situation nichts ändern kannst, hilft es, sie bewusst anzunehmen und das Beste aus den kleinen Momenten der Ruhe zu machen.
Je verbundener du dich mit dir selbst fühlst, desto weniger wirst du im Außen die Antwort auf deine empfundene Einsamkeit suchen.
Bindungsdorf & Netzwerk – Du musst das nicht alleine stemmen
Alleinerziehend und keine Freunde zu haben, ist eine große Herausforderung. Manchmal scheint es, als hätte man niemanden – doch vielleicht gibt es Freundschaften, die du wiederbeleben kannst?
Die richtigen Menschen an deiner Seite machen das Leben nicht nur einfacher, sondern auch bunter und schöner. Und nicht nur du, sondern auch dein Kind profitiert von starken, verlässlichen Bindungen.
Wie wäre es, wenn du nicht mehr alles allein tragen müsstest? In meinem E-Book (inklusive Workbook mit tollen Übungen)„Weniger allein als Alleinerziehende“ erfährst du, wie du dir ein tragfähiges Bindungsdorf aufbaust. Ich zeige dir konkrete Wege, um wieder mehr Unterstützung in deinen Alltag zu holen – ohne dich dafür noch mehr anzustrengen. 💛
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Papazeiten – Deine Zeit, dein Raum
Wenn dein Kind Zeit mit Papa verbringt, dann ist das nicht nur eine Pause vom Alltag – es ist deine Zeit. Nutze sie bewusst für dich.
Ja, der Haushalt erledigt sich nicht von allein. Aber weißt du was? Du bist wichtiger als der Wäscheberg. Mach dich selbst zur Priorität! Denn wenn du erholt bist, geht alles andere leichter.
Was tut dir wirklich gut? Für manche ist es ein Spaziergang in der Sonne, für andere laute Musik und ein aufgeräumtes Zuhause. Erlaube dir genau das, was du gerade brauchst.
Und wenn du soweit bist, dich wieder mehr mit anderen zu verbinden – mein E-Book „Weniger allein als Alleinerziehende“ zeigt dir, wie du neue Menschen kennenlernen und dein Netzwerk aufbauen kannst.
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Was du tun kannst, wenn die Einsamkeit schwer wiegt
👉 Hilfe annehmen: Du musst nicht alles allein schaffen. Sprich mit Fachleuten, tausche dich mit Freunden, Familie oder Nachbarn aus. Oft sind Menschen bereit zu helfen – sie wissen nur nicht, dass du es brauchst.
👉 Kleine Schritte zur Veränderung: Akzeptiere deine aktuelle Situation, aber erkenne auch, wo du kleine Dinge anpassen kannst. Manchmal reicht ein Perspektivwechsel, um neue Wege zu entdecken.
👉 Sorge gut für dich: Was gibt dir Kraft – Ruhe oder Austausch? Finde heraus, was du wirklich brauchst, sei es ein Moment der Stille, ein Hobby oder einfach mal wieder laut lachen. Dein Wohlbefinden ist die Basis für Veränderung.
👉 Verbindung suchen – wenn du bereit bist: Ob in lokalen Gruppen, Online-Communitys oder zufälligen Begegnungen – du bist nicht allein. Oft ergibt sich neue Nähe von selbst, wenn du dich gut um dich kümmerst und wieder offen dafür wirst.
Jeder noch so kleine Schritt zählt. 💛
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