<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Entwicklungspsychologie Archive - glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</title>
	<atom:link href="https://mit-kindern-reifen.de/category/entwicklungspsychologie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://mit-kindern-reifen.de/category/entwicklungspsychologie/</link>
	<description>Kindern bei Trennung und Scheidung helfen</description>
	<lastBuildDate>Sat, 21 Sep 2024 20:56:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Wieso es keine willensstarken Klein- und Vorschulkinder gibt</title>
		<link>https://mit-kindern-reifen.de/wieso-es-keine-willensstarken-klein-und-vorschulkinder-gibt/</link>
					<comments>https://mit-kindern-reifen.de/wieso-es-keine-willensstarken-klein-und-vorschulkinder-gibt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mitkindernreifen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Dec 2018 07:59:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklungspsychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://mit-kindern-reifen.de/?p=1117</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hast du auch so ein willensstarkes Kind? Hörst du auch oft den Satz: „Er weiß schon genau, was er will!“ Mein Kind ist so stur &#8211; höre ich immer wieder. Auf die Gefahr hin, dass Menschen mit sogenannten willensstarken Kindern sich nun auf die Füße getreten fühlen: für mich gibt es keine willensstarken Klein- und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/wieso-es-keine-willensstarken-klein-und-vorschulkinder-gibt/">Wieso es keine willensstarken Klein- und Vorschulkinder gibt</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1127" src="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/12/Es-gibt-keine-willensstarken-Klein-und-Vorschulkinder.jpg?resize=1080%2C564&#038;ssl=1" alt="" width="1080" height="564" srcset="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/12/Es-gibt-keine-willensstarken-Klein-und-Vorschulkinder.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/12/Es-gibt-keine-willensstarken-Klein-und-Vorschulkinder.jpg?resize=300%2C157&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/12/Es-gibt-keine-willensstarken-Klein-und-Vorschulkinder.jpg?resize=768%2C401&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/12/Es-gibt-keine-willensstarken-Klein-und-Vorschulkinder.jpg?resize=1024%2C535&amp;ssl=1 1024w" sizes="(max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></p>
<p>Hast du auch so ein willensstarkes Kind? Hörst du auch oft den Satz: „Er weiß schon genau, was er will!“ Mein Kind ist so stur &#8211; höre ich immer wieder.</p>
<p>Auf die Gefahr hin, dass Menschen mit sogenannten willensstarken Kindern sich nun auf die Füße getreten fühlen: für mich gibt es keine willensstarken Klein- und Vorschulkinder. Kann es gar nicht geben.<span id="more-1117"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Als Wille bezeichnet man die dem bewussten Handeln zugrundeliegende Fähigkeit, sich bewusst von Beweggründen für einen bestimmten Handlungsweg oder eine bestimmte Handlungsart zu entscheiden.“ (Fröhlich, 1993, S. 433)</p>
<p><strong>In allen Definitionen zum Thema „Wille“ steht das rationale Handeln im Vordergrund.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Das Handeln von Klein- und Vorschulkindern ist sehr selten bewusst und noch viel seltener folgt es einer Entscheidung. Impulsgetrieben und unüberlegt trifft es besser.</strong></h3>
<p>Gefühlsstarke Kinder erscheinen uns wahrscheinlich eher als willensstark, als Kinder, die vielleicht nicht ganz so intensiv fühlen.</p>
<p>Wieso ist es mir nun so wichtig, den Unterschied klarzumachen? Wenn wir verstehen, dass Klein- und Vorschulkinder nicht rational entscheiden, was sie tun, dann sehen wir sie mit anderen Augen.</p>
<p>Wir hören endlich auf, sie mit Erklärungen zu überfordern und holen sie da ab, wo sie stehen.</p>
<p>Kleine, liebenswerte Menschen, die von ihren Emotionen bewegt, allzu oft überwältigt werden.</p>
<p><strong>Kleine Wesen, die immer nur eine Emotion zur selben Zeit wahrnehmen können und deshalb weder abwägen, noch ihre Impulse nennenswert kontrollieren können</strong>.</p>
<p>Sie werden von einem Gefühl überrannt und das ausgleichende Gefühl, mit dem sie ihre Impulse kontrollieren könnten, kann nicht gleichzeitig wahrgenommen werden.</p>
<p>Bei von Emotionen angetriebenem Verhalten von einem starken Willen zu sprechen vermittelt schlichtweg ein falsches Bild. Das Kind entscheidet nicht, dass der verwehrte Keks nun das Ende der Welt bedeutet und einen halbstündigen Frustrationsausbruch mit sich bringt. Es geschieht ihm.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>10 Dinge, die du über Klein- und Vorschulkinder wissen solltest:</strong></h3>
<ol>
<li>Sie können immer <strong>nur eine Emotion</strong> gleichzeitig wahrnehmen. Ein Abwägen, ist somit nicht möglich. Sie handeln aus EINEM Gefühl heraus.</li>
<li>Sie können Probleme nicht gut lösen, da sie <strong>nicht mehr als einen Faktor gleichzeitig</strong> berücksichtigen können.</li>
<li>Außerdem sind sie ziemlich <strong>unzuverlässig</strong>. Meist wissen sie es besser als sie vorgeben. Ihre guten Absichten rücken ganz schnell in den Hintergrund, sobald ein anderes Gefühl in den Vordergrund tritt.</li>
<li>Sie haben <strong>immer eine gute Absicht</strong>. Das heißt aber nicht, dass sie immer schaffen, ihre guten Absichten in die Tat umzusetzen.</li>
<li>Junge Kinder sehen <strong>Fairness nur aus einer Perspektive</strong>, nämlich ihrer eigenen. <strong>Unfair ist, wenn sie nicht das größte Stück des Kuchens abbekommen.</strong></li>
<li>Wenn sie auf ein Ziel zusteuern bleibt <strong>alles andere unberücksichtigt</strong>.</li>
<li>Sie <strong>wägen ihren Standpunkt nicht</strong> mit der Realität ab.</li>
<li>Sie funktionieren nach dem Prinzip „Spiel“ und nicht nach dem Prinzip „Arbeit“. <strong>Sie können für ein Ziel keine „Opfer“ bringen</strong>. Somit sind sie auch kaum in der Lage, zu warten. Denn wieso auf etwas warten, das sie sofort haben können.</li>
<li>Wenn nötig, können junge Kinder ganz schnell abgelenkt werden, in dem wir das vorherrschende Gefühl „austauschen“. Sollte wirklich nur in äußersten Notfällen Gebrauch finden, um das Kind vor noch mehr Verletzungen zu schützen, zum Beispiel in öffentlichen, für das Kind sehr unangenehmen Situationen. <strong>Ansonsten ist ein Begleiten des Gefühls sicher der bessere Weg.</strong></li>
<li><strong>Sie sind impulsiv und handeln nicht bedacht.</strong></li>
</ol>
<h4></h4>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Gemischte Gefühle</strong></h3>
<p><strong>Einen echten Willen zu haben setzt voraus, dass wir mehr als ein Gefühl, mehr als einen Faktor gleichzeitig betrachten können.</strong></p>
<p>Dazu sind wir erst in der Lage, wenn das <a href="https://mit-kindern-reifen.de/ein-meilenstein-in-der-entwicklung-die-ersten-gemischten-gefuehle-und-die-geburt-des-eigenen-willens/">Mischen der Gefühle in der präfrontalen Hirnrinde möglich ist</a>. Dies beginnt selten vor dem 5. Lebensjahr, oft jedoch später. Erwachsene verlieren ihre Mischung, wenn alles zu viel ist oder sie unausgeschlafen sind. Von Kindern zu erwarten, dass sie in dem zarten Alter dazu in der Lage sind, ist einfach unrealistisch.</p>
<p><strong>Das Mischen von Gefühlen kann man vorleben und auch „üben“.</strong> In dem ich über meine gemischten Gefühle spreche wird mein Kind sensibilisiert. Oder eben in dem ich das ausgleichende Gefühl bei meinem Kind hinzufüge.</p>
<p>„Einerseits würdest du so richtig gerne auf diesen Turm klettern, andererseits hast du echt Angst davor.“ „Einerseits bist du gerade so frustriert und würdest mich am liebsten schlagen. Aber du liebst mich auch und willst mir nicht wehtun.“</p>
<p>Oder als sich die ersten gemischten Gefühle meiner Tochter ankündigten: „Mama, eigentlich will ich nicht alleine auf dem Geburtstag bleiben aber andererseits will ich unbedingt dorthin, weil es bestimmt lustig wird! Ich gehe trotzdem, obwohl ich nicht will.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Gegenwillen ist kein Wille</strong></h3>
<p>Sondern lediglich das Gegenteil von dem, was von mir erwartet wird. Über den <a href="https://mit-kindern-reifen.de/nein-ich-will-nicht-trotzphase-autonomiephase-was-steckt-dahinter-gegenwillen-ist-nicht-immer-streben-nach-autonomie/">Gegenwillensinstinkt, der sehr häufig mit Autonomiestreben </a>verwechselt wird, habe ich in diesem Artikel geschrieben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Sturköpfe gibt es nicht</strong></h3>
<p>Unter Berücksichtigung dieser Faktoren kann nun wirklich nicht von willensstarken Kindern gesprochen werden. Es stellen sich mir die Haare zu Berge, wenn Eltern von ihren „Sturköpfen“ oder „Dickköpfen“ sprechen, meist in einem eher resignierenden oder abfälligen Ton.</p>
<p><strong>Klein- und Vorschulkinder können keine Sturköpfe sein, das geht nicht. Sie entscheiden nicht, etwas zu tun, sie werden dazu von einer vorherrschenden Emotion getrieben.</strong></p>
<p>Wenn wir das verstehen nehmen wir endlich Abschied davon, Kindern eine Absicht zuzuschreiben. Vielleicht gelingt es Eltern dann auch besser, ihre Kinder mit all ihren Emotionen, egal wie stark diese auch sein mögen, zu begleiten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/wieso-es-keine-willensstarken-klein-und-vorschulkinder-gibt/">Wieso es keine willensstarken Klein- und Vorschulkinder gibt</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mit-kindern-reifen.de/wieso-es-keine-willensstarken-klein-und-vorschulkinder-gibt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein Kind will nicht mehr in den Kindergarten, sekundäre Trennung und wie Eltern damit umgehen können</title>
		<link>https://mit-kindern-reifen.de/mein-kind-will-nicht-mehr-in-den-kindergarten-sekundaere-trennung-und-wie-eltern-damit-umgehen-koennen/</link>
					<comments>https://mit-kindern-reifen.de/mein-kind-will-nicht-mehr-in-den-kindergarten-sekundaere-trennung-und-wie-eltern-damit-umgehen-koennen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mitkindernreifen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 May 2018 10:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklungspsychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://mit-kindern-reifen.de/?p=871</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mein Kind will nicht mehr in den Kindergarten, stellen viele Eltern irgendwann fest. Doch was steckt dahinter? Probleme im Kindergarten gibt es viele. Es gibt immer mal wieder Phasen, in denen es dem Kind schwerfällt, sich zu trennen oder in denen es überhaupt nicht dortbleiben möchte. Phasen, in denen es scheinbar nicht mit nach Hause [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/mein-kind-will-nicht-mehr-in-den-kindergarten-sekundaere-trennung-und-wie-eltern-damit-umgehen-koennen/">Mein Kind will nicht mehr in den Kindergarten, sekundäre Trennung und wie Eltern damit umgehen können</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone wp-image-3919 size-full" title="Mein Kind will nicht mehr in den Kindergarten" src="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/05/Mein-Kind-will-nicht-in-den-Kindergarten-1.jpg?resize=1080%2C675&#038;ssl=1" alt="Mein Kind will nicht mehr in den Kindergarten" width="1080" height="675" srcset="https://mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/05/Mein-Kind-will-nicht-in-den-Kindergarten-1.jpg 1080w, https://mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/05/Mein-Kind-will-nicht-in-den-Kindergarten-1-980x613.jpg 980w, https://mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/05/Mein-Kind-will-nicht-in-den-Kindergarten-1-480x300.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1080px, 100vw" /></p>
<p>Mein Kind will nicht mehr in den Kindergarten, stellen viele Eltern irgendwann fest. Doch was steckt dahinter?</p>
<p>Probleme im Kindergarten gibt es viele. Es gibt immer mal wieder Phasen, in denen es dem Kind schwerfällt, sich zu trennen oder in denen es überhaupt nicht dortbleiben möchte.</p>
<p>Phasen, in denen es scheinbar nicht mit nach Hause möchte, in denen es wegrennt, wenn es abgeholt wird. <a href="https://mit-kindern-reifen.de/mein-kind-will-laenger-im-kindergarten-bleiben-oder-was-will-es-mir-mit-dem-verhalten-sagen-natuerliche-instinkte-so-oft-fehlinterpretiert/">Defensive Bindungsabwehr</a> habe ich hier schon mal thematisiert.</p>
<p>Oft kommen verzweifelte Eltern auf mich zu und wissen nicht, wie sie mit dem Verhalten umgehen sollen.<span id="more-871"></span></p>
<h3></h3>
<h3><strong>Ein Patentrezept gibt es leider generell im Alltag mit Kindern nicht. </strong></h3>
<p><strong>Da sind die engsten Bezugspersonen gefragt herauszufinden, was in der jeweiligen Situation dahintersteckt.</strong></p>
<p>Dabei hilft es natürlich viel über die verschiedenen Bindungsdynamiken und über Entwicklungsschritte zu wissen.</p>
<p>Auch bei uns gibt es immer wieder solche Phasen. Gerade erst vor kurzem fiel meiner Kleinen der Abschied wieder besonders schwer. In solchen Zeiten bin ich so dankbar für die vielen einfühlsamen Erzieherinnen in unserem Kindergarten, die mit den Kindern kuscheln und sie einfach auffangen, wenn sie es brauchen.</p>
<p>Wahrscheinlich ist es gar nicht selbstverständlich, dass Erzieher auch 5-Jährige noch auf dem Arm herumtragen. Umso dankbarer bin ich dafür, dass das bei uns selbstverständlich ist.</p>
<p>Wäre das nicht der Fall, hätte ich meine Kleine wohl in den letzten Wochen einige Mal wieder mit nach Hause genommen.</p>
<p>Und genau das ist es, was ich den Eltern meistens mit auf den Weg gebe:</p>
<p><strong>Wie ist die Beziehung zu den Erziehern? </strong>Fangen sie das Kind auf und sind sie für das Kind da? Bekommt das Kind die nötige Sicherheit im Kindergarten und verbringt es den Rest des Tages damit, zu spielen? Zu wem geht das Kind, wenn es ein Problem hat?</p>
<p>Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass es verschiedene Arten von „Ich will nicht in den Kindergarten gehen!“ gibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Kindergartenkinder fühlen immer nur ein Gefühl</strong></h3>
<p>Sind sie also gerade gefüllt mit dem Gefühl “Ich will bei dir bleiben“, dann ist das Gefühl „Ich möchte aber auch so gerne zu meiner Erzieherin und in den Kindergarten“ nicht da.</p>
<p>Das Kind kann schlichtweg nicht beides gleichzeitig spüren. Das erklärt auch, warum viele Kinder, erstmal im Kindergarten angekommen, freudig von ihren Eltern weglaufen, um mit ihren Freunden zu spielen.</p>
<p>Aufgrund dieser Eigenschaft von Vorschulkindern ist es auch so einfach, ihre Launen zu ändern.</p>
<p><strong>Wir können ihnen ganz viel helfen, indem wir die Gefühle anerkennen, die es gerade hat, das Kind aber darauf aufmerksam machen, dass es auch noch andere Gefühle hat:</strong></p>
<p>„Ich weiß, dass du am liebsten den ganzen Tag bei mir bleiben willst. Ich sehe aber auch, dass du Elisabeth sehr vermissen wirst, wenn du sie heute nicht siehst. Du hast dich doch das ganze Wochenende darauf gefreut heute beim Mittagessen neben ihr sitzen zu dürfen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Bei uns gab es ganz selten das „ich will nicht in den Kindergarten, weil ich dich heute WIRKLICH so unbedingt brauche!“</strong>.</h3>
<p>Den Unterschied habe ich immer ganz deutlich gespürt und dann mein Kind, so wie es ging, auch immer wieder mitgenommen. Trotz der kritischen Blicke anderer Eltern oder der Erzieher – da muss ich als Mutter drüberstehen, denn die Bedürfnisse meines Kindes kenne ich besser.</p>
<p>Im Nachhinein hat sich mein Gefühl immer bestätigt. Entweder stand ein Entwicklungsschritt an oder mein Kind wurde krank. Die zusätzliche, gemeinsame Zeit war in den Momenten immer enorm wichtig.</p>
<p>Manchmal steckt auch ein spezieller Grund dahinter. Hat das Kind Probleme mit anderen Kindern, wird es vielleicht geärgert oder hat es vor irgendetwas Angst? Sind seine Bezugserzieher im Urlaub oder krank? Hat es Schwierigkeiten, weil so viele kleine Kinder dazukommen sind und es nun schon zu den Mittleren gehört? Hat das Kind ein kleines Geschwisterchen bekommen und ist die Mama sowieso zu Hause?</p>
<p><strong>Es gibt unzählige Gründe, wieso Kinder plötzlich nicht mehr in den Kindergarten wollen.</strong></p>
<p><a href="https://mit-kindern-reifen.de/der-passende-kindergarten-fuer-mein-kind-auf-was-du-wirklich-schauen-solltest/"><strong>Mir persönlich ist es sehr wichtig, dass die Erzieher im Mittelpunkt stehen und die nötige Struktur und Orientierung bieten.</strong> </a></p>
<p>Es gibt Kindergärten, in denen die Kinder als „Petze“ bezeichnet werden, wenn sie bei Problemen mit anderen Kindern zu den Erziehern gehen. Das ist schlimm. Kinder können sich nicht sicher fühlen, wenn von ihnen erwartet wird, dass sie mit Problemen alleine klarkommen. Ohne Sicherheit können Kinder nicht spielen.</p>
<p>Leider können wir unsere Kinder nicht immer zu Hause lassen, weil Eltern eben mittlerweile meist eine Doppelrolle haben und darauf angewiesen sind, dass ihr Kind betreut wird.</p>
<p>Schwierig wird das natürlich, wenn es mit dem Kindergarten nicht passt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Dass ein Kind Schwierigkeiten beim Abschied hat, ist absolut normal und wahrscheinlich auch nicht auf Dauer zu vermeiden. Zu erwarten, dass es sich immer freudig von uns löst ist einfach zu viel verlangt.</strong></h3>
<p>Wenn das Kind dann am Nachmittag schlecht gelaunt scheint und vielleicht hin und wieder „überreagiert“ sollten wir immer im Hinterkopf haben, dass dies ganz wahrscheinlich mit den vielen Trennungserfahrungen zusammenhängt, die das Kind erlebt. Fatal wäre es dann auf das Verhalten ablehnend oder genervt zu reagieren.</p>
<p><strong>Denn dann erfährt das Kind auch noch sekundäre Trennung, nämlich Trennung aufgrund des Verhaltens, das aus Trennung resultierte.</strong></p>
<p>Mein Kind wollte unbedingt gestern nach dem Kindergarten mit einer der Erzieherinnen nach Hause, deren Tochter eine ihrer besten Freundinnen ist. Ich wusste bereits im Vorfeld, dass es abends schwierig werden würde. Sie hatte ganz viel Spaß und wollte unbedingt zur Freundin.</p>
<p>Meine Tochter kann mit ihren 5 Jahren nicht abschätzen, wie es ihr damit gehen wird. Ich habe mich bereits vorm Abholen mental darauf vorbereitet, erstmal als Blitzableiter zu fungieren. Und genauso kam es.</p>
<p>Nachdem sich all ihre angestaute Frustration entladen hatte, konnte sie endlich weinen und mir unter Schluchzen berichten, dass sie mich vermisst hat und dass in Zukunft bitte nur noch ihre Freundin zu uns kommt.</p>
<p>Die Trennung war ihr einfach zu lang. Alles wurde um ein vielfaches einfacher, seitdem meine Tochter diese Dinge verbalisieren kann.</p>
<p>Ich kann mich an unzählige Nachmittage erinnern, an denen ich sie von der Kita abgeholt habe und sie erstmal stundenlang von einem Tief zum nächsten rutschte. All ihre Frustration kam, verbunden mit aggressivem Verhalten, zum Ausdruck.</p>
<p>Das einzige, was ich tun konnte, war, ihre<strong> Gefühle zuzulassen</strong> und da zu sein. Es gehört dazu, dass Kinder, die mit zu viel Trennung konfrontiert werden, nicht so gerne gesehenes Verhalten zeigen. Wichtig ist, das Kind dafür <strong>nicht verantwortlich zu machen</strong>.</p>
<p>Ideal ist natürlich, wenn man die Trennung reduzieren kann. Dies geht aber eben leider nicht immer. Die sekundäre Trennung jedoch kann so gut wie immer minimiert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Dann können wir immerhin sehr viel bewirken, in dem wir das Kind auffangen und es nicht noch für ein Verhalten verantwortlich machen, für das es rein gar nichts kann.</strong></h3>
<p>Was will ich damit sagen? Die Art und Weise, wie wir unsere Kinder betreuen lassen ist sicher nicht immer ideal.</p>
<p>Die langen Trennungen von den primären Bezugspersonen verursachen viel Frustration auf allen Seiten. Wenn wir die Trennung verringern können ist das der zu bevorzugende Weg. Wenn nicht, müssen wir mit unseren Kindern dadurch und versuchen, die Trennungen so „angenehm“ wie möglich zu gestalten.</p>
<p>Trennungen immer überbrücken, sicherstellen, dass die notwendigen Beziehungen zu anderen Erwachsenen vorhanden sind. Es gibt so vieles, das wir tun können, um den Erziehern unser Kind ans Herzen zu legen. <strong>Niemals sollten kleine Kinder ohne aktive Bindung zu einer erwachsenen, fürsorglichen Person gelassen werden.</strong></p>
<p>Voraussetzung ist selbstverständlich, dass wir mit dem Kindergarten einverstanden sind. Haben wir das Gefühl, dass unser Kind da richtig gut aufgehoben ist? Wenn das alles stimmt, dann sind zumindest schon mal gute Bedingungen gegeben und wir können schauen, woher die plötzliche Ablehnung des Kindes rührt.</p>
<p class="ac-designer-copy"><strong><span class="ac-designer-copy">Wenn dein Kind unter 7 Jahren alt ist und du alleinerziehend bist, dann wird dir dieses Video einige AHA-Momente bescheren:</span></strong></p>
<p class="ac-designer-copy"><span class="ac-designer-copy"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone wp-image-2743" src="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2022/12/Video-Freebie-Teil-1.jpg?resize=590%2C308&#038;ssl=1" alt="" width="590" height="308" /><br class="ac-designer-copy" /><br class="ac-designer-copy" />In dem Video erfährst du 3 wichtige Dinge:<br class="ac-designer-copy" /></span></p>
<ul class="ac-designer-copy">
<li class="ac-designer-copy"><span class="ac-designer-copy">Weshalb die 3 gängigen <strong class="ac-designer-copy">Umgangsmodelle Residenzmodell, Wechselmodell und Nestmodell</strong> nur als grobe Richtschnur dienen können.</span></li>
<li class="ac-designer-copy"><span class="ac-designer-copy">Weshalb <strong class="ac-designer-copy">Kleinkinder und Vorschulkinder bei der Trennung</strong> der Eltern besondere Begleitung brauchen.</span></li>
<li class="ac-designer-copy"><span class="ac-designer-copy">Weshalb der Satz „<strong class="ac-designer-copy">Die Kinder leiden am meisten“</strong>, unreflektierter Bull*it ist.</span></li>
</ul>
<p>Nachdem du deine Email-Adresse eintragen hast, sende ich dir den Link zum Video:</p>
<p>[activecampaign form=9]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/mein-kind-will-nicht-mehr-in-den-kindergarten-sekundaere-trennung-und-wie-eltern-damit-umgehen-koennen/">Mein Kind will nicht mehr in den Kindergarten, sekundäre Trennung und wie Eltern damit umgehen können</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mit-kindern-reifen.de/mein-kind-will-nicht-mehr-in-den-kindergarten-sekundaere-trennung-und-wie-eltern-damit-umgehen-koennen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Impulskontrolle &#8211; das braucht dein Kind dazu</title>
		<link>https://mit-kindern-reifen.de/impulskontrolle-gelernt-beigebracht-geuebt-oder-einfach-eine-frage-der-reife/</link>
					<comments>https://mit-kindern-reifen.de/impulskontrolle-gelernt-beigebracht-geuebt-oder-einfach-eine-frage-der-reife/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mitkindernreifen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2018 07:56:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklungspsychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://mit-kindern-reifen.de/?p=846</guid>

					<description><![CDATA[<p>Impulskontrolle bei Kindern &#160; Die Zeit, in der ein Kind noch nicht über eine gewisse Impulskontrolle verfügt, kann Eltern schon mal den letzten Nerv rauben. Die Impulskontrolle bei Kindern braucht Zeit. Es gibt unzählige Ratschläge, Strategien mit dem Kind zu entwickeln, wie es besser mit seiner Wut umgehen kann. Für mich haben diese ganzen Ansätze, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/impulskontrolle-gelernt-beigebracht-geuebt-oder-einfach-eine-frage-der-reife/">Impulskontrolle &#8211; das braucht dein Kind dazu</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone wp-image-3437 size-full" title="Impulskontrolle bei Kindern" src="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/04/Impulskontrolle-gelernt-beigebracht-geuebt-oder-einfach-eine-Frage-der-Reife-1.jpg?resize=1080%2C675&#038;ssl=1" alt="Kind hält mit Arm Augen zu, Top-Suchanfragen für deine Seite Klicks Impressionen impulskontrolle kind 5 jahre, Kinder und Impulskontrolle, starke Gefühle, Gefühlsausbrüche, wann können Kinder Gefühle regulieren" width="1080" height="675" srcset="https://mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/04/Impulskontrolle-gelernt-beigebracht-geuebt-oder-einfach-eine-Frage-der-Reife-1.jpg 1080w, https://mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/04/Impulskontrolle-gelernt-beigebracht-geuebt-oder-einfach-eine-Frage-der-Reife-1-980x613.jpg 980w, https://mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/04/Impulskontrolle-gelernt-beigebracht-geuebt-oder-einfach-eine-Frage-der-Reife-1-480x300.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1080px, 100vw" /></h3>
<h3></h3>
<h3><strong>Impulskontrolle bei Kindern</strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Zeit, in der ein Kind noch nicht über eine gewisse Impulskontrolle verfügt, kann Eltern schon mal den letzten Nerv rauben. Die Impulskontrolle bei Kindern braucht Zeit.</p>
<p>Es gibt unzählige Ratschläge, Strategien mit dem Kind zu entwickeln, wie es besser mit seiner Wut umgehen kann. Für mich haben diese ganzen Ansätze, die auf das Verhalten abzielen noch nie irgendeinen Sinn gemacht.<span id="more-846"></span></p>
<h3></h3>
<h3><strong>Impulskontrolle bei Kindern wird nicht gelernt.</strong></h3>
<p>Vor allem seitdem ich am Neufeld-Institut studiere vertraue ich auf den Plan der Natur und auf die natürliche <a href="https://mit-kindern-reifen.de/was-sind-die-fruechte-menschlicher-potentialentfaltung-welche-eigenschaften-zeigt-ein-reifer-mensch/">Reifwerdung meines Kindes</a>.</p>
<p><strong>Impulskontrolle ist nichts, was erlernt wird. Sie reift heran,<a href="https://mit-kindern-reifen.de/was-benoetigt-mein-kind-denn-nun-zur-reifwerdung/"> wenn die Bedingungen günstig sind</a>.</strong> Und zwar frühestens ab dem 5. Lebensjahr, bei intensiv fühlenden Kindern kann das auch schon mal ein paar Jahre länger dauern. Es ist ein Prozess, an dessen Ende die Impulskontrolle steht.</p>
<p>Du kennst sicher auch genügend Erwachsene, die ihre Impulse nicht stets unter Kontrolle haben.</p>
<p><strong>Alter ist kein Garant für Reife.</strong> <strong>Sind wir müde, genervt, angestrengt, haben wir viel weniger Kontrolle über unsere Impulse.</strong></p>
<p>Die Natur hat immer ihren Grund, es gibt eine Ordnung. Wie sind wir eigentlich dazu gekommen, anzunehmen, dass wir es besser wissen, als die Natur?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Impulskontrolle bei Kindern ist ein Entwicklungsprozess, kein Lernprozess.</strong></h3>
<p>Unsere Kinder müssen erst ihre Gefühle einzeln kennen lernen, bevor sie in der Lage dazu sind, diese zu mischen. Ein Vorschulkind kann nur ein Gefühl zurzeit wahrnehmen. Das erklärt auch, wieso Kinder entweder glücklich oder traurig sind. Uns lieben, oder vor Frustration auf uns einschlagen.</p>
<p>Die präfrontale Hirnrinde ist schlichtweg nicht reif genug, um die Gefühle zu mischen.</p>
<p>„Einerseits will ich mit dir spielen, weil ich dich gernhabe, andererseits bin ich so frustriert, dass ich dich hauen will!“ So einen Satz werden wir von einem unter 5-Jährigen Kind kaum zu hören bekommen.</p>
<p>Für mich ist diese Erklärung aus der Ecke der Entwicklungspsychologie so logisch und intuitiv richtig, dass ich immer wieder erstaunt bin, wie sehr sich verhaltensorientierte Ansätze durchgesetzt haben.</p>
<p>Es ist so schön, sich zurückzulehnen und zu sehen, wie sich die Impulskontrolle in meiner Tochter von ganz alleine entwickelt.</p>
<p><strong>Gordon Neufeld hat 3 Gesetze der Emotionen formuliert.</strong></p>
<h3><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4243" src="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/04/Impulskontrolle-durch-Ausgleich-der-Emotionen-1.jpg?resize=1080%2C564&#038;ssl=1" alt="" width="1080" height="564" srcset="https://mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/04/Impulskontrolle-durch-Ausgleich-der-Emotionen-1.jpg 1200w, https://mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/04/Impulskontrolle-durch-Ausgleich-der-Emotionen-1-980x512.jpg 980w, https://mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2018/04/Impulskontrolle-durch-Ausgleich-der-Emotionen-1-480x251.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw" /></h3>
<h3></h3>
<h3><strong>Emotionen suchen nach Ausdruck, müssen also raus.</strong></h3>
<p>Vergleichbar mit verdauter Nahrung. Wir loben ein Kind doch auch nicht, wenn es drei Tage ohne Toilettengang geschafft hat.</p>
<p><strong>Bei der Kontrolle von Emotionen hingegen kommen häufig noch Belohnungssysteme zum Einsatz.</strong></p>
<p>Wenn die Wichtigkeit des Ausdrucks von Emotionen mittlerweile auch überall bekannt sein sollte, herrschen andere Praktiken vor. „Sei nicht traurig! Schlag mich nicht! (übersetzt im Kind zu: Fühle nicht!“), sei doch nicht so laut! Spring nicht so herum…!</p>
<p>Anstatt, dass wir dem Kind helfen, die Emotionen auszudrücken. „Ich sehe, du bist frustriert. Komm, lass uns versuchen, diese Frustration aus dir rauszulassen!“</p>
<p>Der Raum, die Gefühle zeigen zu können, ohne negativen Einfluss auf die Beziehung ist so wichtig im Erlangen echter Impulskontrolle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Das zweite Gesetz der Emotionen lautet, dass Emotionen gefühlt werden müssen.</strong></h3>
<p>Was so selbstverständlich erscheint, ist leider nicht so selbstverständlich.</p>
<p>Erst im Erwachsenenalter habe ich festgestellt, dass ich bestimmte Emotionen nicht spüren konnte, also nicht bewusst wahrnehmen konnte. Sie sind aber dennoch da. Wir nehmen nur wahr, was vorhanden ist, was fehlt sehen wir nicht. Und so ist das auch bei Kindern.</p>
<p>Wie viele Kinder können nicht mehr weinen? Können nicht mehr sagen, dass sie traurig oder enttäuscht sind? Kinder, die keinen sicheren Raum haben, um bestimmte Emotionen auszudrücken, werden diese nicht mehr spüren.</p>
<p>Dabei muss auch ich sehr aufpassen. Denn in meiner Kindheit hatten nicht alle Emotionen Platz zum Ausdruck.</p>
<p>Gefühle wurden in negativ und positiv eingeteilt und somit hatte ich lange Zeit unwillkommene Emotionen nicht mehr bewusst wahrgenommen.</p>
<p>Es sind genau diese Emotionen, die mich triggern, wenn meine Tochter sie zeigt.</p>
<p>Jammern klingt für mich wie ein Zahnarztbohrer, so schmerzhaft und alarmierend.</p>
<p>Meiner Kleinen dennoch den<strong> Raum zu bieten, alle Emotionen auszudrücken, fällt nicht immer leicht.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Das dritte Gesetz, besagt, dass Emotionen nach Ausgleich streben.</strong></h3>
<p>Und genau hier entsteht die Kontrolle über unsere Impulse. Die ausgleichende Emotion wird hinzugefügt und das Kind wird langsam in der Lage sein, weniger impulsiv zu handeln.</p>
<p>Es wird abwägen können, mehr als eine Perspektive einnehmen und mehr als ein Gefühl wahrnehmen können.</p>
<p>Das sorgt dann dafür, dass die Emotion nicht mehr gleich zum Handeln bewegt, sondern erstmal zum Innehalten und Abwägen.</p>
<p>Das ist die Frucht des Prozesses und nicht der Prozess selbst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Wenn wir also, wie so häufig auf die Frucht fokussieren, stören wir den natürlichen Prozess.</strong></h3>
<p>Die Natur fügt immer etwas hinzu, es geht nie darum, etwas wegzumachen.</p>
<p>Es bringt also nichts, unseren Kindern beizubringen, ihre Gefühle zu unterdrücken. Denn nur Emotionen, die gefühlt werden, können gemischt werden.</p>
<p>Impulskontrolle bei Kindern ist also nichts, was wir beibringen oder üben können. Wir können dafür sorgen, dass die Bedingungen für die Entwicklung des Kindes gut sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/impulskontrolle-gelernt-beigebracht-geuebt-oder-einfach-eine-frage-der-reife/">Impulskontrolle &#8211; das braucht dein Kind dazu</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mit-kindern-reifen.de/impulskontrolle-gelernt-beigebracht-geuebt-oder-einfach-eine-frage-der-reife/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hilfe &#8211; Mein Kind ist so unruhig!</title>
		<link>https://mit-kindern-reifen.de/hilfe-mein-kind-ist-so-unruhig/</link>
					<comments>https://mit-kindern-reifen.de/hilfe-mein-kind-ist-so-unruhig/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mitkindernreifen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Sep 2017 10:40:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklungspsychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://mit-kindern-reifen.de/?p=341</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mein Kind ist so unruhig. Immer wieder kommen Eltern auf mich zu und teilen ihre Verzweiflung über ihr unruhiges Kind mit mir. Da das Thema auch mich und meine Tochter betrifft, beschäftige ich mich schon sehr lange damit. Auch ich merke, dass mein Kind in vielen Situationen sehr unruhig ist. Diese Tage sind so anstrengend. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/hilfe-mein-kind-ist-so-unruhig/">Hilfe &#8211; Mein Kind ist so unruhig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3194" src="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/BB-Kind-ist-so-unruhig-1.jpg?resize=1080%2C675&#038;ssl=1" alt="" width="1080" height="675" srcset="https://mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/BB-Kind-ist-so-unruhig-1.jpg 1080w, https://mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/BB-Kind-ist-so-unruhig-1-980x613.jpg 980w, https://mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/BB-Kind-ist-so-unruhig-1-480x300.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1080px, 100vw" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mein Kind ist so unruhig.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Immer wieder kommen Eltern auf mich zu und teilen ihre Verzweiflung über ihr unruhiges Kind mit mir. Da das Thema auch mich und meine Tochter betrifft, beschäftige ich mich schon sehr lange damit.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch ich merke, dass<strong> mein Kind in vielen Situationen sehr unruhig ist.</strong> Diese Tage sind so anstrengend.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Seitdem ich mich mit Gordon Neufeld und seiner entwickelten Theorie beschäftige ist mir klar, dass ich das Thema an der Wurzel angehen muss.</span></p>
<p><span id="more-341"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die erste Frage eines Entwicklungspsychologen könnte lauten:</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>„Wo ist das Kind mit Trennung konfrontiert?“</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese Wortwahl wird ganz bewusst gewählt. Denn nicht nur eine tatsächliche Trennung löst Alarm im Kind aus, sondern die individuelle Wahrnehmung von Trennung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Trennung für ein Kind ist ganz vieles, was wir gar nicht als Trennung betrachten würden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Schon alleine die Angst des Kindes, dass Mama oder Papa es ablehnen könnten, wird bereits als Trennung empfunden und löst Alarm im Kind aus.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn wir uns die 6 Bindungsstufen anschauen, wird deutlich, dass viele Dinge beim Kind als Trennung erlebt werden können:</span></p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone wp-image-345 size-full" src="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/Die-Sechs-Bindungstiefen-2.png?resize=800%2C2000&#038;ssl=1" alt="Wie Bindung sich entfaltet" width="800" height="2000" srcset="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/Die-Sechs-Bindungstiefen-2.png?w=800&amp;ssl=1 800w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/Die-Sechs-Bindungstiefen-2.png?resize=120%2C300&amp;ssl=1 120w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/Die-Sechs-Bindungstiefen-2.png?resize=768%2C1920&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/Die-Sechs-Bindungstiefen-2.png?resize=410%2C1024&amp;ssl=1 410w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<h3></h3>
<h3><strong>Mein Kind ist so unruhig- Das alles ist Trennung für ein kleines Kind</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein Kind, das <strong>über Gleichheit gebunden</strong> ist, kann es bereits als Trennung empfinden, wenn seine Bindungsperson nicht dasselbe Spiel spielen will wie es selbst.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für ein Kind, das über <strong>physische Nähe</strong> gebunden ist, sind alle Situationen eine Trennung, in denen die Bindungsperson abwesend ist.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Disziplinierungsmaßnahmen</strong> werden immer als Trennung empfunden, da der Erwachsene dabei nicht auf derselben Seite steht wie das Kind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dadurch wurde mir bewusst, dass mein Kind <strong>ständig mit Trennung konfrontiert</strong> ist. Viele dieser Situationen lassen sich nicht vermeiden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich kann nicht immer mit ihm spielen oder immer meinen Ärger verbergen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ansetzen muss man da, wo Trennungen sich vermeiden lassen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Auf die Ursache schauen, nicht auf Verhalten</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">In Situationen, in denen das Kind unruhig ist, macht es keinen Sinn, sich auf das Verhalten zu fokussieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Es kann in dem Moment gar nicht anders</strong>. Klar, wenn man es lang genug für seine Unruhe bestraft, wird es Wege finden, diesen Alarm zu unterdrücken.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jedoch kommen die Emotionen dann an anderer Stelle hoch und die Symptome werden deutlicher.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn ich merke, dass meine Tochter unruhig ist, was leider seit dem Kindergartenstart sehr oft vorkommt, lasse ich, wenn möglich, alles stehen und liegen und begebe mich <strong>auf</strong> <strong>eine Ebene mit meinem Kind.</strong></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich nehme mir Zeit und übe mich in Geduld, um in <strong>Verbindung mit meinem Kind zu gehen.</strong></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das kann manchmal wirklich lange dauern und sehr viel Einfühlungsvermögen erfordern. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Oft schaffe ich es auch nicht, weil ich selbst unruhig bin. Aber mir bewusst zu machen, dass es nichts bringt, an ihrem Verhalten zu „arbeiten&#8220;, hat mir bereits geholfen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Gerade an diesen Tagen braucht meine Kleine mich umso mehr, auch wenn sie mich öfters ablehnt und mit ihrem Verhalten „provoziert“.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Zweifel hat uns immer WENIGER TRENNUNG geholfen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Denn oft weiß man gar nicht, was los ist. Dann auf die Beziehung und die Nähe zu setzen, hat bei uns jedenfalls bis jetzt immer zu einer Entspannung der Situation geführt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn dann noch große Trennungen hinzukommen, wie der Tod eines geliebten Menschen oder die Trennung der Eltern, dürfen wir erwarten, dass unser Kind erstmal sehr alarmiert und unruhig sein wird.</span></p>
<p>Oft auch frustriert, wütend und aggressiv. Wie du dein Kind <a href="https://mit-kindern-reifen.de/fuer-alleinerziehende-angebote-und-freebie/betreuungmodelle-nach-der-trennung/">durch die Trennung der Eltern begleiten kannst, darum geht es in meinem E-Book:</a></p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone wp-image-2553" src="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2022/10/1.jpg?resize=367%2C367&#038;ssl=1" alt="" width="367" height="367" srcset="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2022/10/1.jpg?w=1080&amp;ssl=1 1080w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2022/10/1.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2022/10/1.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2022/10/1.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2022/10/1.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2022/10/1.jpg?resize=120%2C120&amp;ssl=1 120w" sizes="(max-width: 367px) 100vw, 367px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/hilfe-mein-kind-ist-so-unruhig/">Hilfe &#8211; Mein Kind ist so unruhig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mit-kindern-reifen.de/hilfe-mein-kind-ist-so-unruhig/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ferienende, Trennungsschmerz, faule Frustration und Wutanfälle</title>
		<link>https://mit-kindern-reifen.de/ferienende-trennungsschmerz-faule-frustration-und-wutanfaelle/</link>
					<comments>https://mit-kindern-reifen.de/ferienende-trennungsschmerz-faule-frustration-und-wutanfaelle/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mitkindernreifen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Sep 2017 14:33:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklungspsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[weniger schimpfen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://mit-kindern-reifen.de/?p=330</guid>

					<description><![CDATA[<p>Oft fühle ich mich hilflos. Dieses Gefühl, es eigentlich besser zu wissen, es aber nicht umsetzen zu können. Ich weiß zum Beispiel, dass es meiner Tochter viel besser tun würde, wenn ich sie anstatt um halb drei, bereits um 13 Uhr vom Kindergarten abholen könnte. Leider sind mir die Hände gebunden. Ich muss genug Geld [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/ferienende-trennungsschmerz-faule-frustration-und-wutanfaelle/">Ferienende, Trennungsschmerz, faule Frustration und Wutanfälle</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-339" src="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-wissen-meist-was-sie-gerade-wollen.Aber-wisse-nsie-auch-was-sie-brauchen_.png?resize=1080%2C564&#038;ssl=1" alt="" width="1080" height="564" srcset="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-wissen-meist-was-sie-gerade-wollen.Aber-wisse-nsie-auch-was-sie-brauchen_.png?w=1200&amp;ssl=1 1200w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-wissen-meist-was-sie-gerade-wollen.Aber-wisse-nsie-auch-was-sie-brauchen_.png?resize=300%2C157&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-wissen-meist-was-sie-gerade-wollen.Aber-wisse-nsie-auch-was-sie-brauchen_.png?resize=768%2C401&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/09/kinder-wissen-meist-was-sie-gerade-wollen.Aber-wisse-nsie-auch-was-sie-brauchen_.png?resize=1024%2C535&amp;ssl=1 1024w" sizes="(max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></p>
<p>Oft fühle ich mich hilflos. Dieses Gefühl, es eigentlich besser zu wissen, es aber nicht umsetzen zu können.</p>
<p>Ich weiß zum Beispiel, dass es meiner Tochter viel besser tun würde, wenn ich sie anstatt um halb drei, bereits um 13 Uhr vom Kindergarten abholen könnte. Leider sind mir die Hände gebunden. Ich muss genug Geld zum Leben verdienen.</p>
<p>Trotzdem plagt mich das <strong>schlechte Gewissen</strong>, wenn ich sie abhole und sie völlig neben sich steht. Ich schaffe es nicht, den Augenkontakt zu ihr herzustellen, sie schaut an mir vorbei, wenn ich sie abhole. Sie rennt ihrer Freundin hinterher anstatt in meine Arme.<span id="more-330"></span></p>
<p>Ein klares Zeichen dafür, dass die <strong>Trennung von mir zu lang</strong> und zu schwierig war. Sie schafft es nicht, während den sechs Stunden an mir festzuhalten und ich brauche sehr viel Geduld, um sie wieder an mich zu binden und sie zu entspannen.</p>
<p>Während den drei Wochen Ferien war sie ein anderes Kind. Ausgeglichen, ab und zu ins Spiel vertieft, konzentrierter, beherrschter. Jetzt scheint sie in ständigem Alarmzustand zu sein und macht mich damit völlig nervös. Es fällt mir schwer, ruhig zu bleiben während sie alarmiert durch die Gegend rennt. Jeder noch so kleine Vorfall führt zu ausgedehnten Wutanfällen.</p>
<p>Es ist ein <strong>Gefühl der Hilflosigkei</strong>t, nur kleine Dinge ändern zu können, und ihr nicht das geben zu können, was sie eigentlich braucht.</p>
<p>Dann denke ich mir manchmal, wäre es nicht viel einfacher, einfach alles so zu machen wie viele es machen, ohne groß darüber nachzudenken.</p>
<p>Gestern hat mir jemand einen Satz mitgegeben, der mich beschäftigt:</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>„Irgendwann wirst du deine Tochter ins Leben entlassen müssen, und zwar so, wie sie unter den Umständen geworden ist. </strong></h3>
<p>Du kannst nicht alles für sie zurechtbiegen. Du kannst nur dein Bestes geben.</p>
<p>Indem du dich permanent hinterfragst und mit Sorgen plagst tust du weder dir noch deiner Tochter einen Gefallen. Die Bedingungen sind nie ideal. Man muss schauen, was man daraus macht.“ Ja, da ist wohl viel Wahres dran.</p>
<p><strong>Dennoch gebe ich nicht auf, den für uns besten Weg zu finden.</strong> Meine Aufgabe als Puffer, zwischen meinem Kind und den gesellschaftlichen Erwartungen, zu erfüllen.</p>
<p>Da zu sein, zu wissen, was sie eigentlich braucht und zu schauen, wie wir es schaffen beide unsere Bedürfnisse zu erfüllen.</p>
<p>Das fühlte sich während den Ferien so viel leichter an. So viel weniger kompliziert und weniger herausfordernd. Sie konnte einfach in Ruhe reifen und sich und die Welt entdecken.</p>
<p>Sie geht gerne in den Kindergarten. Hat dort sehr gute Beziehungen zu den Erziehern und trotzdem merke ich, dass es ihr nicht nur guttut. Und dass es unserer Beziehung nicht nur guttut.</p>
<p>Ich lasse sie ja auch nicht den ganzen Tag fernsehen, nur, weil sie das sehr gerne tut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Junge Kinder wissen meist was sie wollen, aber wissen sie auch, was sie brauchen?</strong></h3>
<p>Vorgenommen habe ich mir nun, da anzusetzen, wo das Problem liegt. Ihr die Trennung irgendwie leichter zu gestalten.</p>
<p>Ihr zu helfen, an mir festzuhalten, so dass unser Band noch aktiviert ist, wenn ich sie nach 6 Stunden wieder abhole.</p>
<p>Ich werde mit ihr gemeinsam überlegen, ob vielleicht ein Foto von mir helfen könnte oder ein Kuscheltier. Irgendetwas, das ihr hilft, sich mit mir verbunden zu fühlen.</p>
<p>Bewusst wurde mir auch wieder, wie wichtig ein harmonischer Morgen ist. Wie wichtig es ist, sie aus dem Schlaf willkommen zu heißen, ihr das Gefühl zu geben, gewollt und geliebt zu werden.</p>
<p>Geduldig zu bleiben, auch wenn ich ihr zum fünften Mal sagen muss, dass sie ihre Socken nun endlich anziehen soll. Denn eine Trennung fällt ihr noch schwerer, wenn etwas zwischen uns steht.</p>
<p><strong>Also werde ich den Fokus am Morgen darauflegen, die Beziehung und Verbundenheit zu stärken, so dass sie in der Zeit im Kindergarten davon gestärkt ist.</strong></p>
<p>Es ist manchmal so hart, keinen besseren Ausweg zu finden. Sich so viele Gedanken zu machen, die viele Mitmenschen zum Kopfschütteln veranlassen.</p>
<p>Es besser zu wissen und trotzdem keine zufriedenstellende Lösung zu finden. Und das alles alleine tragen zu müssen, das ist manchmal einfach nur anstrengend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wenn du als Alleinerziehende deine Familie auf einen guten Weg bringen möchtest,</strong><a href="https://mit-kindern-reifen.de/fuer-alleinerziehende-angebote-und-freebie/trennung-mit-kindern-impulse-fuer-ein-leichteres-leben/"> dann hole dir hier mein PDF</a>:</p>
<p>[activecampaign form=1]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/ferienende-trennungsschmerz-faule-frustration-und-wutanfaelle/">Ferienende, Trennungsschmerz, faule Frustration und Wutanfälle</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mit-kindern-reifen.de/ferienende-trennungsschmerz-faule-frustration-und-wutanfaelle/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Bedeutung der Tränen für die kindliche Entwicklung</title>
		<link>https://mit-kindern-reifen.de/die-bedeutung-der-traenen-fuer-die-kindliche-reifung-und-entwicklung/</link>
					<comments>https://mit-kindern-reifen.de/die-bedeutung-der-traenen-fuer-die-kindliche-reifung-und-entwicklung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mitkindernreifen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Aug 2017 13:19:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beziehung und Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspsychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://mit-kindern-reifen.de/?p=301</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute durfte ich wieder eine Szene beobachten, die mir alles was ich zum Thema „Emotionen“ bis jetzt gelernt habe, verdeutlicht hat. Ein kleiner Junge spielte mit seiner Schwester mit Luftballons. Jeder hatte zwei. Plötzlich war ein Luftballon verschwunden und der größere Bruder fing bitterlich an zu weinen und behauptete, dass seine kleine Schwester seinen zweiten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/die-bedeutung-der-traenen-fuer-die-kindliche-reifung-und-entwicklung/">Die Bedeutung der Tränen für die kindliche Entwicklung</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone wp-image-388 size-full" title="Resilienz entwickeln durch Tränen" src="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/08/sauer-zur-Trauer-Tr%C3%A4nen-in-der-kindlichen-Reifung-1-e1672869164122.png?resize=1080%2C564&#038;ssl=1" alt="Tränen und Trauer in der kindlichen Entwicklung, wie werden Kinder resilient, wie werden Kinder stark" width="1080" height="564" srcset="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/08/sauer-zur-Trauer-Tr%C3%A4nen-in-der-kindlichen-Reifung-1-e1672869164122.png?w=1080&amp;ssl=1 1080w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/08/sauer-zur-Trauer-Tr%C3%A4nen-in-der-kindlichen-Reifung-1-e1672869164122.png?resize=300%2C157&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/08/sauer-zur-Trauer-Tr%C3%A4nen-in-der-kindlichen-Reifung-1-e1672869164122.png?resize=768%2C401&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/08/sauer-zur-Trauer-Tr%C3%A4nen-in-der-kindlichen-Reifung-1-e1672869164122.png?resize=1024%2C535&amp;ssl=1 1024w" sizes="(max-width: 1080px) 100vw, 1080px" />Heute durfte ich wieder eine Szene beobachten, die mir alles was ich zum Thema „Emotionen“ bis jetzt gelernt habe, verdeutlicht hat.<span id="more-301"></span></p>
<p>Ein kleiner Junge spielte mit seiner Schwester mit Luftballons. Jeder hatte zwei. Plötzlich war ein Luftballon verschwunden und der größere Bruder fing bitterlich an zu weinen und behauptete, dass seine kleine Schwester seinen zweiten Luftballon genommen hätte, weil ihrer weggeflogen sei.</p>
<p>Die Reaktion der Mutter: „Aber wegen so einem blöden Luftballon musst du doch nicht weinen…“ (aus der Ferne rufend) gefolgt von weiteren so hilfreichen Kommentaren.</p>
<p>Irgendwann beruhigte sich der Junge, da ihn sowieso niemand ernstnahm mit seinen Gefühlen.</p>
<p>Als sein Vater in den Raum kam, suchten die Emotionen sich wieder einen Ausgang. Er fing erneut an, zu weinen und berichtete dem Vater, was passiert ist.</p>
<p>Die Reaktion des Vaters:<strong> „In Zukunft gibt es keine Luftballons mehr, dann muss auch keiner weinen!“</strong></p>
<p>Zwanzig Minuten später verkündete der 5-jährige Junge stolz: „Mein zweiter Luftballon ist nun auch weg. Aber das ist mir egal!“ Er grinste und wirkte, als sei es ihm egal.</p>
<p>Was war hier nun passiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Der Junge wurde in seinen Gefühlen nicht ernstgenommen und hat deshalb versucht, sie zu beherrschen.</strong></h3>
<p>Es gelang ihm immer besser. Denn als der Vater reinkam, schaffte der kleine Kerl es innerhalb von Sekunden, das Weinen abzustellen. Er hat seine Gefühle verdrängt.</p>
<p>Ich habe mir schon öfters mal gewünscht, eine solche Gelegenheit bei meiner Tochter zu bekommen.</p>
<p>Meine Kleine weint sehr selten und ich mache mir oft Gedanken darüber. Weint sie nicht, weil sie in ihrer Adaption weit vorangeschritten ist oder weint sie nicht, weil ihr Gehirn unerwünschte Emotionen wegpanzert.</p>
<p>Jedenfalls eignen sich solch kleine Situationen wie oben beschrieben wunderbar, <strong>Kinder zu ihren Tränen zu führen</strong>.</p>
<p>Nur so kommen sie im Adaptionsprozess weiter. Nur wenn sie eine Situation betrauert haben können sie beim nächsten Mal „gelassener“ reagieren.</p>
<p>Nicht gleichgültiger, sondern hinnehmender.</p>
<p>Eine mögliche Reaktion hätte sein können: „Ach Mensch, das ist ja wirklich blöd, dass dein Luftballon weg ist. Komm mal her. Weißt du, wenn ich etwas verliere, ärgere ich mich auch immer und wenn mir etwas besonders wichtig war, bin ich sogar sehr traurig darüber.“</p>
<p>Diese Tränen haben eine andere Zusammensetzung als andere Tränen, sie enthalten ganz viele Toxine, deshalb wirkt <strong>ein solches Weinen reinigend. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Auch Erwachsene kennen diese befreiende Wirkung von richtigem Weinen.</strong></h3>
<p>So würde das Kind sich verstanden und mit seinen Emotionen angenommen fühlen. Es könnte sich im Arm der Mutter vielleicht ausweinen und die Situation annehmen, ohne seine Gefühle verstecken zu müssen.</p>
<p>Kinder begegnen immer wieder Situationen, die sie nicht ändern können. Situationen der Vergeblichkeit.</p>
<p>Egal was sie tun, sie müssen manche Situationen akzeptieren lernen. Das ist ein Reifungsprozess. Nicht etwas, was man dem Kind beibringt.</p>
<p>Oft finden diese Frustrationen, denen Kinder im Laufe eines Tages begegnen einen Ausgang über Aggressionen.</p>
<p>Die Kinder liegen dann vor Wut strampelnd vor einem und wissen nicht, wie ihnen geschieht. Meist wissen auch die Eltern nicht, wie ihnen geschieht. Aber die Emotionen sind ja da, auch wenn das Kind diese erfolgreich zeitweise unterdrückt hat.</p>
<p>Außerdem werden sie anfangs immer wieder versuchen, die Situation zu ändern. Wenn sie merken, dass das nicht geht, werden sie wütend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Damit das Kind zu seinen Tränen findet muss es die Vergeblichkeit spüren, diese muss einsinken</strong>.</h3>
<p>Das ist ganz schwer in Worte zu packen. Aber jeder kennt das Gefühl. Dieser Moment, in dem du realisierst, dass du etwas nicht ändern kannst. Dann bleibt nur noch übrig, zu trauern. Erwachsene weinen meist innerlich und nicht mehr so sehr äußerlich. <strong>Aber wir müssen diese Trauer spüren und erleben, um über die Dinge hinwegzukommen.</strong></p>
<p>Irgendwann, werden sie dazu in der Lage sein, die Umstände zu betrauern und hinzunehmen. Dann, wenn nichts mehr übrig ist, als so richtig zu weinen.</p>
<p><strong>Dazu braucht es einen sichereren Hafen</strong>.</p>
<p>Einmal richtig an Mamas Schulter ausgeweint und schon fühlt sich das Kind besser. <strong>Problematisch wird es, wenn das Kind nirgendwo richtig weinen kann. Dann ist es dauerhaft gezwungen, seine Emotionen zu unterdrücken</strong> und dann kommt eben irgendwann diese „Ist mir egal-Haltung“ an ganz vielen Stellen hervor.</p>
<p>Die Reifung kann nur voranschreiten, wenn das Kind seine Gefühle spürt und sie einsinken lässt.</p>
<p><strong>Bei Gordon Neufeld heißt es, das Kind muss von von “sauer zu Trauer“! finden, von Frustration zu Vergeblichkeit &#8211; &#8222;mad to sad&#8220;.</strong></p>
<p>Wenn wir diese Reise nicht machen, bleiben wir in der Wut stecken und der Adaptionsprozess schreitet nicht voran.</p>
<p>Dazu in einem zukünftigen Artikel mehr.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/die-bedeutung-der-traenen-fuer-die-kindliche-reifung-und-entwicklung/">Die Bedeutung der Tränen für die kindliche Entwicklung</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mit-kindern-reifen.de/die-bedeutung-der-traenen-fuer-die-kindliche-reifung-und-entwicklung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frühförderung oder freies Spiel? – von Druck und Gruppenzwang</title>
		<link>https://mit-kindern-reifen.de/fruehfoerderung-oder-freies-spiel-von-druck-und-gruppenzwang/</link>
					<comments>https://mit-kindern-reifen.de/fruehfoerderung-oder-freies-spiel-von-druck-und-gruppenzwang/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mitkindernreifen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Aug 2017 15:35:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklungspsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[mehr Gelassenheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://mit-kindern-reifen.de/?p=232</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dass ich so früh mit dem Thema „Förderung“ in Kontakt kommen würde, habe ich nicht erwartet. Es traf mich überraschend, als die Erzieherin mir die Anmeldung zu einer Sprachförderung im Kindergarten in die Hand drückte. Sie erklärte dazu, es sei freiwillig, da meine Tochter ja kein Förderkind sei. Damit geriet das Angebot bereits in Vergessenheit. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/fruehfoerderung-oder-freies-spiel-von-druck-und-gruppenzwang/">Frühförderung oder freies Spiel? – von Druck und Gruppenzwang</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-233" src="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/08/Das-Spiel-ist...-1.png?resize=800%2C800&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="800" srcset="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/08/Das-Spiel-ist...-1.png?w=800&amp;ssl=1 800w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/08/Das-Spiel-ist...-1.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/08/Das-Spiel-ist...-1.png?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/08/Das-Spiel-ist...-1.png?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/08/Das-Spiel-ist...-1.png?resize=120%2C120&amp;ssl=1 120w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>Dass ich so früh mit dem Thema „Förderung“ in Kontakt kommen würde, habe ich nicht erwartet.</p>
<p>Es traf mich überraschend, als die Erzieherin mir die Anmeldung zu einer Sprachförderung im Kindergarten in die Hand drückte.</p>
<p>Sie erklärte dazu, es sei freiwillig, da meine Tochter ja kein Förderkind sei. Damit geriet das Angebot bereits in Vergessenheit. Den Zettel konnte ich am Abend schon nicht mehr finden, somit hatte es sich für mich erledigt.<span id="more-232"></span></p>
<p>Wobei ich mir im Nachhinein die Frage stelle, ob es denn für Förderkinder verpflichtend ist.</p>
<p>Nun wurde ich noch 3 Mal auf diesen Zettel angesprochen, so dass ich mich telefonisch bei der Leitung des Kindergartens meldete und erklärte, dass ich entschieden habe, meine Tochter nicht teilnehmen zu lassen und dass ich deswegen das Formular nicht unterschrieben habe.</p>
<p>Ihre Enttäuschung darüber war direkt zu spüren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Das sei noch nie vorgekommen, dass eines der Kinder nicht an dem Programm teilgenommen hat und auch in diesem Jahr sei meine Tochter die Einzige, die dann nicht dabei sei.</strong></h3>
<p>Da habe ich erstmal geschluckt. Den Druck, den ich verspürte, kannst du dir vielleicht vorstellen. Als sie dann noch nachschob „Das ist wirklich sehr schade, dass ihre Tochter nicht dabei sein kann, denn die Kinder profitieren davon sehr!“, kam ich ins Schwanken.</p>
<p>Dennoch blieb ich bei meiner Entscheidung. Meine Tochter redet wie ein Wasserfall von morgens bis abends, sehr deutlich und überzeugend.</p>
<p>Wir lesen und singen viel zu Hause, da muss ich sie doch nicht von 13.45 bis 14.30 in ein Förderprogramm stecken, wo doch die Alternative <strong>„freies Spiel“</strong> ist.</p>
<p>Dieses Erlebnis gab mir einen Vorgeschmack darauf, was mich in Zukunft erwarten würde.</p>
<p>Wie viele Entscheidungen werde ich noch treffen müssen, bei denen ich mit meinen Ansichten der breiten Masse begegne.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Grenze ich mein Kind dadurch aus? Ist es richtig, nur, weil alle es tun? Ist es falsch, nur, weil einer es tut?</strong></h3>
<p>Gibt es hier ein richtig und ein falsch? Letzten Endes muss doch jeder für sich entscheiden, was das Beste für die Familie und das Kind ist. Ich hole meine Tochter lieber 20 Minuten früher ab und singe selbst mit ihr.</p>
<p>Ich hätte ihr gerne ermöglicht, an dem Programm teilzunehmen, wenn sie Lust darauf hat. Wollte sie aber ungern dazu für mehrere Monate verpflichten, zumal ich den Nutzen in unserem Fall nicht sehe.</p>
<p>Da ich mich viel mit der kindlichen Entwicklung beschäftigt habe weiß ich ja nun auch, dass solche Programme nicht unbedingt das sind, was mein Kind braucht. Am Ende ist es doch im freien Spiel, wo das Kind sich entwickelt.</p>
<p>Was die Entwicklung von Kindern angeht bin ich außerdem davon überzeugt, dass diese nicht beschleunigt werden kann, in dem man an dem Kind herumzieht.</p>
<p>Trotz meiner intensiven Auseinandersetzung mit dem,<a href="https://mit-kindern-reifen.de/was-benoetigt-mein-kind-denn-nun-zur-reifwerdung/"> was Kinder brauchen </a>und meiner Sicherheit darüber, dass solche Programme für uns nicht förderlich sind, stehe ich nun zwischen den Stühlen.</p>
<p>Ich empfand es als sehr unangenehm, mich rechtfertigen zu müssen wieso meine Tochter nicht dabei sein wird.</p>
<p>Zum Glück wurde mein Argument mit der Uhrzeit und der Müdigkeit meiner Kleinen akzeptiert. Weil in eine Grundsatzdiskussion über die Sinnhaftigkeit solcher Programme wollte ich nicht führen.</p>
<p><strong>Ich lehne diese Frühförderprogramme nicht kategorisch ab. Habe aber entschieden, dass ich meine Tochter lieber spielen lasse und mich um ihre Sprachentwicklung selber „kümmere“.</strong></p>
<p>Ich hoffe, das macht meine Kleine nicht zur Außenseiterin.</p>
<p>PS: Sollten die Ressourcen nicht für die Kinder ausgegeben werden, die von einer solchen Förderung profitieren können? Sollten wir wirklich pauschal, mit der Gießkanne Kinder in Frühförderprogramme stecken?</p>
<p>Das führt dann nämlich unter anderem auch dazu, dass Kinder, die Hilfe benötigen keinen Therapieplatz bei der Ergotherapie bekommen. Denn wenn alle 4-5 Jährigen zur Ergo gehen, um zu lernen, wie sie den Stift richtig halten, dann ist eben kein Platz mehr übrig für Kinder mit größerem Bedarf.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/fruehfoerderung-oder-freies-spiel-von-druck-und-gruppenzwang/">Frühförderung oder freies Spiel? – von Druck und Gruppenzwang</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mit-kindern-reifen.de/fruehfoerderung-oder-freies-spiel-von-druck-und-gruppenzwang/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eltern, hört auf euer Kind als &#8222;Petze&#8220; zu bezeichnen!</title>
		<link>https://mit-kindern-reifen.de/petzen-oder-nicht/</link>
					<comments>https://mit-kindern-reifen.de/petzen-oder-nicht/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mitkindernreifen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jul 2017 11:16:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beziehung und Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspsychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://mit-kindern-reifen.de/?p=175</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ist Petzen erlaubt oder nicht? Was ist Petzen überhaupt? Dass ich überhaupt so früh mit dem Thema konfrontiert werde, finde ich schon absurd. Immer wieder höre ich Mütter und Väter zu ihren 3-6 Jährigen sagen, sie sollen doch nicht immer petzen. Was sollen denn die Kinder sonst machen, anstatt sich einem Erwachsenen anzuvertrauen? Natürlich kann [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/petzen-oder-nicht/">Eltern, hört auf euer Kind als &#8222;Petze&#8220; zu bezeichnen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone wp-image-362 size-full" title="mein Kind petzt ständig" src="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/07/Weiches-Herz-1.png?resize=1080%2C564&#038;ssl=1" alt="Eltern, hört auf euer Kind als &quot;Petze&quot; zu bezeichnen!, Mein Kind ist eine Petze. Wieso petzt mein Kind ständig, petzen sit unsympathisch, mein Kind petzt alles" width="1080" height="564" srcset="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/07/Weiches-Herz-1.png?w=1200&amp;ssl=1 1200w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/07/Weiches-Herz-1.png?resize=300%2C157&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/07/Weiches-Herz-1.png?resize=768%2C401&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/07/Weiches-Herz-1.png?resize=1024%2C535&amp;ssl=1 1024w" sizes="(max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Ist Petzen erlaubt oder nicht? Was ist Petzen überhaupt?</strong> Dass ich überhaupt so früh mit dem Thema konfrontiert werde, finde ich schon absurd. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Immer wieder höre ich Mütter und Väter zu ihren 3-6 Jährigen sagen, sie sollen doch nicht immer petzen.</span></p>
<p><strong>Was sollen denn die Kinder sonst machen, anstatt sich einem Erwachsenen anzuvertrauen?</strong><span id="more-175"></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-weight: 400;"><strong>Natürlich kann meine 4-Jährige noch keine Konflikte lösen oder mit verletzenden Situationen alleine klarkommen.</strong> </span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Sie braucht mich doch, um ihrer <strong>Wut und Trauer Ausdruck</strong> zu verleihen, und um das Geschehene zu besprechen und um darüber hinwegzukommen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wollen wir denn wirklich Kinder, die alles in sich hineinfressen und mit sich selbst ausmachen? </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Kinder, die so verhärten, dass sie mit 6 Jahren bereits Sätze sagen, wie „Ist mir doch egal!“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nein, ich will ein feinfühliges Kind, das nah an seinen Gefühlen dran ist. Das seine Gefühle spürt und diese dann irgendwann auch benennen kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Ein Mädchen, das stark ist, wenn es sein muss und das Schwäche zulässt, wenn es kann. </strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Nämlich in seinen zuverlässigen Bindungen. Wo überhaupt sollen sich die Kleinen fallen lassen, wenn nicht bei ihren Eltern und Erziehern?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Deshalb ermutige ich meine Tochter immer und immer wieder, zu einem Erwachsenen zu gehen, wenn es ihr nicht gut geht. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn sie geärgert wird oder wenn sie ein ganz blödes Gefühl hat, weil irgendwer irgendetwas tut.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Nie, aber niemals soll sie Dinge, die sie bedrücken, für sich behalten</strong>. Was soll das bringen? Nur damit die anderen Kinder sie nicht „Petze“ nennen?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Steht sie nicht irgendwann über solchen Aussagen darüber, wenn sie sich dem sicheren Schutz ihres Elternhauses und idealerweise auch der Erzieher sicher sein kann?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ist es da nicht manchmal gesünder, als Petze bezeichnet zu werden, als alles über sich ergehen zu lassen, nur um dazu zu gehören.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Kinder brauchen Erwachsene, die ihr weiches Herz schützen. </strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Erwachsene, die ihnen durch Konflikte helfen und ihnen vermitteln, dass sie richtig sind, genauso wie sie sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Dazu müssen wir aber wissen, was unsere Kinder beschäftigt</strong>. Und dafür sollten unsere Kinder keine Geheimnisse vor uns haben und schon gar keine Angst davor haben, uns Dinge anzuvertrauen, die sie beschäftigen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch hier wieder ein Thema, das mit Reifung und nicht mit Lernen zu tun hat. Ein Kind <strong>wächst in das Konfliktlösungspotential hinein</strong>, es lernt es nicht. Klar, braucht es dazu positive Beispiele, aber alles zu seiner Zeit.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich werde mein Kind so lange darin unterstützen, unangenehme Situationen zu lösen, bis es selbst dazu in der Lage ist. Und das wird sicher noch einige Jahre dauern.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und auch dann wünsche ich mir, dass mein Kind mir die Dinge anvertraut, die es beschäftigen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Was ist petzen und was nicht?</strong></h3>
<p><strong>Den Unterschied zwischen Petzen und sich Hilfe holen,</strong> können wir Kindern wahrscheinlich ab dem Grundschulalter langsam erklären:</p>
<p>Petzen ist, wenn du jemandem etwas verrätst, nur damit ein anderes Kind Ärger bekommt. Wenn zum Beispiel ein Kind die Wand an der Schule mit Kreide angemalt hat und du dies verrätst, dann ist das eher Petzen. Anders sieht es aus, wenn ein anderes Kind deswegen Ärger bekommt und du das ungerecht findest. Oder wenn die Wand so schlimm beschädigt ist, dass der Schaden nicht mehr weggeht.</p>
<p>Aber auch dann kannst du dem Kind erst die Chance geben, selbst für sein Handeln einzustehen und sich einer Lehrkraft anzuvertrauen.</p>
<p>Wenn das Verhalten allerdings niemanden wirklich schadet, dann brauchst du es nicht unbedingt jemandem zu erzählen. Am besten erzählst du es zu Hause und findest und ihr findet dann gemeinsam einen Umgang mit dem Thema.</p>
<p>Fühlst du dich jedoch unwohl, unsicher oder sogar bedroht, dann rede direkt mit einem*r Erwachsene*n und hole dir Hilfe.</p>
<p><strong>Dein Kind sollte immer das Gefühl haben, dass es mit dir reden kann, ohne dass du es eine Petze nennst.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/petzen-oder-nicht/">Eltern, hört auf euer Kind als &#8222;Petze&#8220; zu bezeichnen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mit-kindern-reifen.de/petzen-oder-nicht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Handy, Tablet und Co in Kinderhänden &#8211; machen wir es uns zu einfach?</title>
		<link>https://mit-kindern-reifen.de/handy-tablet-und-co-in-kinderhaenden-machen-wir-es-uns-zu-einfach/</link>
					<comments>https://mit-kindern-reifen.de/handy-tablet-und-co-in-kinderhaenden-machen-wir-es-uns-zu-einfach/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mitkindernreifen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jun 2017 09:42:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklungspsychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://mit-kindern-reifen.de/?p=165</guid>

					<description><![CDATA[<p>Immer wieder stolpere ich über den Medienkonsum von Kleinkindern und Kindern. Und immer wieder wird mir angst und bange, denke ich an die Zukunft. Läuft ein 8-Jähriger mit gesenktem Blick an mir vorbei, ohne auch nur zu merken, dass er gerade an jemandem vorbeiläuft, dann mache ich mir doch Sorgen. Spielt ein Teenager im Garten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/handy-tablet-und-co-in-kinderhaenden-machen-wir-es-uns-zu-einfach/">Handy, Tablet und Co in Kinderhänden &#8211; machen wir es uns zu einfach?</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-168" src="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/06/Handynutzung-von-Kindern.png?resize=800%2C800&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="800" srcset="https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/06/Handynutzung-von-Kindern.png?w=800&amp;ssl=1 800w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/06/Handynutzung-von-Kindern.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/06/Handynutzung-von-Kindern.png?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/06/Handynutzung-von-Kindern.png?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/mit-kindern-reifen.de/wp-content/uploads/2017/06/Handynutzung-von-Kindern.png?resize=120%2C120&amp;ssl=1 120w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>Immer wieder stolpere ich über den <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/familie/studie-ueber-die-folgen-von-smartphones-fuer-kinder-13833385.html">Medienkonsum von Kleinkindern und Kindern</a>. Und immer wieder wird mir angst und bange, denke ich an die Zukunft.</p>
<p>Läuft ein 8-Jähriger mit gesenktem Blick an mir vorbei, ohne auch nur zu merken, dass er gerade an jemandem vorbeiläuft, dann mache ich mir doch Sorgen.</p>
<p>Spielt ein Teenager im Garten Fußball, während er in einer Hand sein Handy hat, auf das er zwischendurch immer mal wieder schaut, auch dann zweifle ich daran, dass wir unseren Kindern eine sinnvolle Nutzung näherbringen können.<span id="more-165"></span></p>
<p>Fragt ein Vater auf dem Spielplatz einen anderen Vater:  „Sag mal, hast du hier auch so schlechtes Netz?“, während eine Mutter aus ein paar Metern Entfernung ruft: „Ja ich habe auch nur 3 G!“ dann platze ich innerlich vor Verzweiflung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Übertreibe ich? Sehe ich die Mediennutzung von uns Eltern zu eng?</strong></h3>
<p>Das „Früher-war-alles-besser-Gerede“ geht mir auch auf die Nerven.</p>
<p>Dennoch wünsche ich mir manchmal das alte grüne Telefon mit Drehscheibe herbei, das in Omas Flur stand und der ganzen Familie gehörte.</p>
<p>Jeder konnte übrigens hören, was gesprochen wurde.</p>
<p><strong>Die Verbreitung von digitalen Endgeräten verlief so rasend schnell, dass ich oft Überforderung auf vielen Seiten spüre.</strong></p>
<p>Auch mein <strong>Konsumverhalten</strong> zeigt in dieser Hinsicht einen Hauch von Suchtverhalten. Wie sollen denn unsere Kinder mit der ständigen Verlockung durch Handy, Tablet &amp; Co. zurechtkommen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Wie sollen sie Langeweile aushalten, wenn unterhaltsame Beschäftigung nur einen Knopfruck entfernt ist?</strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu dem Thema gibt es einiges zu sagen. Heute habe ich mir mal Gedanken gemacht, wann wir unseren Kindern eigentlich diese Dinger in die Hand geben.</p>
<p>In welchen Situationen. Meine Tochter ist nun fast 4.</p>
<p>Und bevor ich mir über den Medienkonsum Gedanken gemacht habe und bevor ich merkte, wie aufgedreht bettelnd sie nach den Dingern verlangt gab ich ihr das Handy zum Beispiel während des Zähneputzens.</p>
<p>So war sie abgelenkt und ich konnte ihre Zähne putzen. Dass es aber auch andere Wege gibt, kleine Kinder für etwas zu gewinnen, habe ich ignoriert.</p>
<p><strong>Es war so viel einfacher, sie mit dem Handy „zu bestechen“. </strong>Und das ist auch ok. Manchmal ist die Ablenkung mit dem Handy einfach das kleinere Übel.</p>
<p>Heute darf sie es noch beim Haare föhnen haben. Durch diese strikte Ansage erspare ich mir ständige Diskussionen.</p>
<p>Auch ich lege mein Handy weg wenn ich Zeit mit ihr verbringe, was eigentlich jeden Tag nach 14 Uhr bedeutet.</p>
<p><strong>Bei Autofahrten</strong> haben wir als Kinder früher Spiele gespielt, Hörspiele gehört und bestimmt genauso gejammert wie das Kinder heutzutage tun. Es war eine Zeit der Interaktion in der Familie.</p>
<p>außerdem sind das die Situationen, in denen meine Kleine mit Themen ankommt, die sie offensichtlich seit Wochen beschäftigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Die besten Gespräche habe ich mit meinem Kind beim Autofahren.</strong></h3>
<p>Die routinierte Nutzung von Medien im Auto würden diese Momente stören.</p>
<p>Was machen nun viele Eltern?</p>
<p>Sie stellen die Kleinen mit dem Konsum irgendwelcher Medien ruhig. Klar, macht das die Autofahrt ruhiger, aber was enthalten wir dem Kind damit vor?</p>
<p>Machen wir nicht nur unseren Alltag einfacher indem wir das Kind weiter mit Stimulierung ruhigstellen?</p>
<p><strong>Gibt es nicht immer mehr und mehr Situationen, die eben nicht für Kleinkinder geeignet sind?</strong></p>
<p>Restaurantbesuche, lange Pendelfahrten zwischen getrennten Elternteilen, lange Autofahrten zu den Großeltern, Eltern, die spät aufstehen wollen, etc.</p>
<p><strong>Ich habe mir heute die Frage gestellt, ob wir es uns nicht manchmal ein bisschen zu einfach machen, nur um unsere Ruhe haben zu können?</strong></p>
<p>Es ist ok, wenn Eltern es sich leicht machen. Gleichzeitig dürfen wir prüfen, ob dieses Leichtmachen langfristig mimt unseren Werten übereinstimmt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Halten wir vielleicht den Übergang beim Kind von Langeweile zum kreativen Schaffen schlechter aus? </strong></h3>
<p>Haben wir vielleicht das Gefühl, das <strong>Kind immer irgendwie beschäftigen zu müssen?</strong></p>
<p>Klar ist es verlockend, meiner Kleinen das Handy in die Hand zu drücken, nur um mal 2 Minuten meine eigenen Gedanken hören zu können.</p>
<p>Oder mal duschen zu können, ohne dass sie währenddessen das halbe Bad verunstaltet. Oder einfach mal einen Kaffee zu trinken ohne dabei ein Kleinkind auf mir herumturnen zu haben.</p>
<p>Ach, oder um mal nicht am Sonntagmorgen vor 6 Uhr aufstehen zu müssen&#8230;</p>
<p>Es gibt so viele Situationen, die mit Berieselung der Kinder viel bequemer sind.</p>
<p>Aber ist es richtig, dass wir uns erst eine Umgebung schaffen, die wenig kindgerecht ist und dann versuchen, das Kind mit neuen Hilfsmitteln dann doch irgendwie anzupassen. Egal um welchen Preis?</p>
<p>Ich frage mich eben immer wieder.</p>
<p><strong>Was will ich für mein Kind? Will ich, dass es sich vorbildlich verhält und reinpasst, oder will ich, dass es sich selbst kennenlernt und sein menschliches Potential entfaltet.</strong></p>
<p>Ich will ganz klar letzteres…und dafür brauchen Kinder nichts, das in sie hineingefüllt wird.</p>
<p><strong>Sondern sie brauchen, Ruhe, Geborgenheit und Sicherheit, damit das, was sie sowieso in sich tragen beim freien Spiel nach außen kommt.</strong></p>
<p>Den Weg zum freien Spiel zu finden, während man viel zu viele Informationen in sich aufsaugt, ist sehr unwahrscheinlich.</p>
<p>Deshalb habe ich für uns gemerkt, dass ein bisschen Langeweile und Gejammer hier und da okay ist und dass die Kleine nur so ihre Kreativität freisetzen kann.</p>
<p>Übrigens geht es mir genauso. Ich neige dazu, sehr viele Informationen aufzunehmen und zu lesen.</p>
<p>Mein Kopf ist voller Gedanken, die ich eigentlich gerne in die Welt tragen würde. Allerdings bin ich nach der ganzen Informationsflut gar nicht in der Lage, etwas nach außen zu bringen. Ich bin wie blockiert.</p>
<p>Durchaus sehe ich die vielen Vorteile, die die digitale Revolution mit sich bringt.</p>
<p><strong>Doch was Kinder angeht, lebe ich eher nach der Devise: alles zu seiner Zeit.</strong></p>
<p>Oder wie Gordon Neufeld sagt: &#8222;Everything has a season!&#8220;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mit-kindern-reifen.de/handy-tablet-und-co-in-kinderhaenden-machen-wir-es-uns-zu-einfach/">Handy, Tablet und Co in Kinderhänden &#8211; machen wir es uns zu einfach?</a> erschien zuerst auf <a href="https://mit-kindern-reifen.de">glückliche Scheidungskinder, Trennungskinder</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mit-kindern-reifen.de/handy-tablet-und-co-in-kinderhaenden-machen-wir-es-uns-zu-einfach/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
