Alle Artikel mit dem Schlagwort: Reifwerdung

Was hilft Schulkindern wirklich und wie Eltern die unbeschwerte Kindheit schützen können

Die „Mit meinem Text „Förderung, Nachhilfe oder was hilft Kindern wirklich? Wie Eltern ihr Kind gut durch die Schulzeit bringen können.“ bewerbe ich mich für den scoyo ELTERN! Blog Award 2018“ Über Förderung wird viel diskutiert. Frühförderung scheint in aller Munde zu sein. Aber ob so frühe Förderung wirklich der richtige Weg ist, um  allen Kindern zu ermöglichen, in der Schule den Anschluss zu behalten? Sollte die schulische Laufbahn unserer Kinder überhaupt unser höchstes Ziel sein?

Vom Mut, gegen die Herde zu entscheiden- Frühförderung für uns – nein Danke!

Hier hatte ich vor einer Weile mal darüber berichtet, dass ich das Frühförderprogramm im Kindergarten für meine Tochter abgelehnt hatte. Erst spät wurde mir bewusst, dass sie das einzige Kind ihrer Altersgruppe sein wird, das nicht daran teilnehmen wird. Da kamen Zweifel auf, ob die Entscheidung die richtige gewesen ist. Schließlich wollte ich mein Kind nicht ausschließen oder irgendwie zu einem „Außenseiter“ abstempeln.

Impulskontrolle – gelernt, beigebracht, geübt oder einfach eine Frage der Reife?

Die Zeit, in der ein Kind noch nicht über eine gewisse Impulskontrolle verfügt, kann Eltern schon mal den letzten Nerv rauben. Wutausbrüche können ungeahnte Kräfte entfalten und haben mich in ihrer Intensität schon des Öfteren überfordert. Es gibt unzählige Ratschläge, Strategien mit dem Kind zu entwickeln, wie es besser mit seiner Wut umgehen kann. Für mich haben diese ganzen Ansätze, die auf das Verhalten abzielen noch nie irgendeinen Sinn gemacht.

Was benötigt mein Kind denn nun zur Reifwerdung?

Gordon Neufeld zu Folge sind die „Bindungen der Schoß der Reifwerdung“. Also müssen die Bindungen zu den fürsorglichen Erwachsenen die Grundlage sein, die alles Weitere ermöglichen. Diese Beziehungen müssen dem Kind sicher sein und sollten niemals auf dem Spiel stehen. Und hierbei ist es gar nicht so wichtig, was der Erwachsene tut, sondern wen oder was das Kind in ihm sieht. Deshalb liest man bei Neufeld auch immer von der Kind-Eltern Beziehung und nicht umgekehrt. Denn es ist zu vernachlässigen, was der Erwachsene dem Kind über die Beziehung vermitteln will. Es zählt was das Kind in der Beziehung spürt und sieht. Diese beiden Perspektiven stimmen oft nicht überein. Das Kind braucht mindestens eine sichere Bindungsperson, einen sicheren Hafen und Rückzugsort. Einen Ort, an dem es weinen und sich öffnen kann. Nur so ist es vor Verletzungen, denen es tagtäglich begegnet, geschützt und das Gehirn panzert sich nicht dauerhaft aufgrund von verletzlichen Emotionen. Denn das ist ein weiterer wichtigerer Aspekt bei der Reifwerdung. Das Kind braucht ein weiches Herz, es muss seine Gefühle fühlen. Das hört …

Was sind die Früchte menschlicher Potentialentfaltung? Welche Eigenschaften zeigt ein reifer Mensch?

Im Artikel „Unterschiede zwischen dem Entwicklungsansatz und dem Verhaltensansatz beim Umgang mit Kindern“ habe ich über die Unterschiede zwischen dem Verhaltensansatz und dem Entwicklungsansatz geschrieben. Als Hauptunterschied stellte ich heraus, dass letzterer sich um die Entfaltung des menschlichen Potentials dreht und nicht um individuelles Verhalten. Was sind denn nun die Früchte, die bei einer optimalen Entwicklung im Menschen heranreifen? Nach was sollten wir uns sehnen? Welche Eigenschaften kann ein reifer Mensch entwickeln?

Mein Kleinkind verhält sich unsozial

  Erst gestern berichtete mir eine aufgebrachte Mutter, dass ihr gerade 4-Jähriger Sohn einigen Tests unterzogen wurde. Das Ergebnis war, dass seine sozialen Kompetenzen nicht altersgemäß ausgeprägt seien. Ich wiederhole: das Kind ist 4! Ihr wurde vom betreuenden Arzt empfohlen, ihn unbedingt wieder gegen seinen Willen in den Kindergarten einzugewöhnen, um soziale Kompetenzen mit Gleichaltrigen zu üben. (Obwohl seine Mama sowieso zu Hause ist und ihn gerne zu Hause betreuen würde) Wann wurde uns eigentlich eingeredet, dass Kleinkinder sich gegenseitig benötigen, um Rücksicht und andere soziale Verhaltensweisen zu erlernen? Ist dies in Großfamilien gegeben? Oder im Dorfverband? Oder treffen da nicht viel eher Menschen verschiedenen Alters zusammen? Ist ein Ort mit vielen Gleichaltrigen nicht eher ein Ort unglaublicher Frustration und Stress? Wie soll ein 4 Jähriger seine Impulse im Zaum halten wenn er mit lauter Frustrationen konfrontiert wird. Wie sollen Kleinkinder solche Herausforderungen “unter sich regeln”? (wie man so oft zu hören bekommt) Dank Gordon Neufeld weiß ich heute, dass soziale Kompetenzen durch verschiedene Reifungsprozesse hervorgebracht werden, die man nicht beschleunigen kann. Wir können lediglich ungünstige Bedingungen aus dem …