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Kinder und Selbstständigkeit, erlernt oder einfach da?

Die liebe Selbstständigkeit unserer Kleinen. Ein erklärtes Ziel der frühen Fremdbetreuung. Gerade neulich fiel der Satz von einer Erzieherin: „Kinder die unter 3 bereits fremdbetreut sind, sind viel selbstständiger!“ Aaaaaaaaahhhhhhh! Wer braucht 3-Jährige, die selbstständig sind? Wieso sollen Kinder immer früher alles selber machen? Ist es nicht das Schöne, an der Kindheit, dass man sich auch mal zurücklehnen kann und genießen kann, dass sich jemand um einen kümmert?

Was benötigt mein Kind denn nun zur Reifwerdung?

Gordon Neufeld zu Folge sind die „Bindungen der Schoß der Reifwerdung“. Also müssen die Bindungen zu den fürsorglichen Erwachsenen die Grundlage sein, die alles Weitere ermöglichen. Diese Beziehungen müssen dem Kind sicher sein und sollten niemals auf dem Spiel stehen. Und hierbei ist es gar nicht so wichtig, was der Erwachsene tut, sondern wen oder was das Kind in ihm sieht. Deshalb liest man bei Neufeld auch immer von der Kind-Eltern Beziehung und nicht umgekehrt. Denn es ist zu vernachlässigen, was der Erwachsene dem Kind über die Beziehung vermitteln will. Es zählt was das Kind in der Beziehung spürt und sieht. Diese beiden Perspektiven stimmen oft nicht überein. Das Kind braucht mindestens eine sichere Bindungsperson, einen sicheren Hafen und Rückzugsort. Einen Ort, an dem es weinen und sich öffnen kann. Nur so ist es vor Verletzungen, denen es tagtäglich begegnet, geschützt und das Gehirn panzert sich nicht dauerhaft aufgrund von verletzlichen Emotionen. Denn das ist ein weiterer wichtigerer Aspekt bei der Reifwerdung. Das Kind braucht ein weiches Herz, es muss seine Gefühle fühlen. Das hört …

Mein Kind hört nicht auf mich

Immer wieder erzählen mir völlig ratlose Eltern, dass ihre Kinder nicht auf sie hören. Oft fühlen sie sich damit alleine. Dabei geht es vielen Eltern so. Es gibt sie, die Kinder, die von Anfang an auf ihre Eltern hören. Es gibt aber eben Kinder, die dies nicht tun. Auch ich hatte in den ersten 3,5 Lebensjahren das Problem, dass meine Tochter auf ein „nein“ noch nicht mal reagierte. Erst als ich mich mit den verschiedenen Bindungsstufen auseinandergesetzt hatte, konnte ich mich zurücklehnen und die Situation annehmen, wie sie war. Kleinkinder sind noch nicht sehr tief an uns gebunden und sehen nur sich selbst. Sie können sich nicht in andere Personen hineinversetzen. Selbst wenn wir ihnen sagen, dass wir etwas nicht wollen, können sie dies in einem so jungen Alter noch nicht immer umsetzen. Denn sie wollen es ja trotzdem tun. Letztens habe ich meine Kleine gefragt, ob sie denn überhaupt zu ihrer Freundin gehen möchte. Sie konnte die Frage gar nicht beantworten. Immer wieder hat sie mir gesagt: „Mama, Frieda will, das ich heute zu …

Dein Kind genießen – es einfach mit anderen Augen sehen

Mein Kind genießen, das ist mein Anspruch. Die Zeit, in der es klein ist einsaugen und bewusst erleben. Mit meiner Tochter glücklich sein, Blödsinn machen, sie verstehen, mit ihr die Welt entdecken, mit ihr traurig sein, sie auffangen. Oft geht die Leichtigkeit mit der Geburt eines Kindes verloren. Ich finde das so schade. Auch ich war in den ersten beiden Lebensjahren sehr angespannt und gestresst. Es war sehr herausfordernd, wenig Schlaf, viel Stress und 24/7 auf Abruf. Keine Pause und falsche Erwartungen. Hätte mir damals jemand gesagt, dass sich fast alles von alleine wiedergibt, hätte ich die Situation vielleicht besser annehmen können. Aus heutiger Sicht hätte ich mein Leben einfach für 2 Jahre etwas auf Zeitlupe gesetzt und die Zeit mehr genossen. Was ich schon relativ früh gemerkt habe war, dass es nichts bringt etwas zu tun, was uns alle stresst. Durch meine Tochter habe ich gelernt, „NEIN“ zu sagen. So fing ich an, alles, was nicht in unseren Tagesablauf passt, zu vermeiden. Ich ging in eine Krabbelgruppe, nur als meine Kleine bereits anfing zu …