Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bindung

Lässt dein Kind seine Trauer, Scham, Angst zu? Wie du dein Kind dabei unterstützen kannst, seine Gefühle auszudrücken

Manche Menschen haben Schwierigkeiten, ihre verletzlichen Gefühle zu spüren und zuzulassen. In Situationen, in denen die meisten Menschen Trauer spüren spüre ich oft erstmal nichts, völlig abgeschnitten von der Situation. In der Folge wird mir dann meist übel und ich fühle mich richtig krank. Leider habe ich den Zusammenhang erst als Erwachsene gesehen und verstanden. Viele Gefühle sind zu intensiv, um sie zulassen zu können. Echte Trauer kann ich vor allem spüren, wenn es um andere geht, wenn ich nicht zu direkt betroffen bin. Traurige Filme, traurige Musik, traurige Geschichten kann ich zulassen. Aber die Konfrontation mit direkter Trauer ist zu viel und mein Gehirn schützt mich davor.

Warum 4-Jährige genauso rocken wie 1,2, und 3-Jährige – Jedes Alter ist das Beste!

“Welches Alter deines Kindes hast du bis jetzt am meisten genossen?”, werde ich oft gefragt. Meine ehrliche Antwort ist mittlerweile: “Jedes!” ab dem Zeitpunkt, zu dem ich mich darauf eingelassen habe und alles so angenommen habe, wie es gerade war, konnte ich die Zeit wirklich genießen. 

Was hilft Schulkindern wirklich und wie Eltern die unbeschwerte Kindheit schützen können

Die „Mit meinem Text „Förderung, Nachhilfe oder was hilft Kindern wirklich? Wie Eltern ihr Kind gut durch die Schulzeit bringen können.“ bewerbe ich mich für den scoyo ELTERN! Blog Award 2018“ Über Förderung wird viel diskutiert. Frühförderung scheint in aller Munde zu sein. Aber ob so frühe Förderung wirklich der richtige Weg ist, um  allen Kindern zu ermöglichen, in der Schule den Anschluss zu behalten? Sollte die schulische Laufbahn unserer Kinder überhaupt unser höchstes Ziel sein?

Mein Kind ist so schüchtern – was steckt dahinter und wieso ist das gut so?

Ich lese immer wieder Artikel darüber, wie Eltern mit der Schüchternheit ihrer Kinder umgehen. Es gibt dann unzählige Ratschläge und Beispiele dazu, wie man sich in bestimmten Situationen verhalten soll. Alle 3 Tage kommt so eine Frage in einer der Facebook-Gruppen auf. Wer hat Zeit, sich 150 Kommentare durchzulesen? Wäre es nicht viel einfacher, zu verstehen, was hinter dem Verhalten der lieben Kleinen steckt und die Antworten selbst zu finden?

Der passende Kindergarten für mein Kind – auf was du wirklich schauen solltest

Bei der Kindergartenwahl ging es mir vor allem darum, dass mein Kind so viel rausgehen kann wie es möchte. Denn meine Tochter ist ein absolutes Draußenkind. Die ersten 3 Lebensjahre haben wir größtenteils im Freien verbracht. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie es ihr in einer geschlossenen Gruppe gehen würde. Sollte sie etwa den halben Tag basteln müssen? Das war keine Option. Schon bei der Wahl der KiTa habe ich mich im Nachhinein betrachtet, vertan. Zu naiv war ich damals und konnte die Konsequenzen nicht absehen.

Was benötigt mein Kind denn nun zur Reifwerdung?

Gordon Neufeld zu Folge sind die „Bindungen der Schoß der Reifwerdung“. Also müssen die Bindungen zu den fürsorglichen Erwachsenen die Grundlage sein, die alles Weitere ermöglichen. Diese Beziehungen müssen dem Kind sicher sein und sollten niemals auf dem Spiel stehen. Und hierbei ist es gar nicht so wichtig, was der Erwachsene tut, sondern wen oder was das Kind in ihm sieht. Deshalb liest man bei Neufeld auch immer von der Kind-Eltern Beziehung und nicht umgekehrt. Denn es ist zu vernachlässigen, was der Erwachsene dem Kind über die Beziehung vermitteln will. Es zählt was das Kind in der Beziehung spürt und sieht. Diese beiden Perspektiven stimmen oft nicht überein. Das Kind braucht mindestens eine sichere Bindungsperson, einen sicheren Hafen und Rückzugsort. Einen Ort, an dem es weinen und sich öffnen kann. Nur so ist es vor Verletzungen, denen es tagtäglich begegnet, geschützt und das Gehirn panzert sich nicht dauerhaft aufgrund von verletzlichen Emotionen. Denn das ist ein weiterer wichtigerer Aspekt bei der Reifwerdung. Das Kind braucht ein weiches Herz, es muss seine Gefühle fühlen. Das hört …

Mein Kind hört nicht auf mich

Immer wieder erzählen mir völlig ratlose Eltern, dass ihre Kinder nicht auf sie hören. Oft fühlen sie sich damit alleine. Dabei geht es vielen Eltern so. Es gibt sie, die Kinder, die von Anfang an auf ihre Eltern hören. Es gibt aber eben Kinder, die dies nicht tun. Auch ich hatte in den ersten 3,5 Lebensjahren das Problem, dass meine Tochter auf ein „nein“ noch nicht mal reagierte. Erst als ich mich mit den verschiedenen Bindungsstufen auseinandergesetzt hatte, konnte ich mich zurücklehnen und die Situation annehmen, wie sie war. Kleinkinder sind noch nicht sehr tief an uns gebunden und sehen nur sich selbst. Sie können sich nicht in andere Personen hineinversetzen. Selbst wenn wir ihnen sagen, dass wir etwas nicht wollen, können sie dies in einem so jungen Alter noch nicht immer umsetzen. Denn sie wollen es ja trotzdem tun. Letztens habe ich meine Kleine gefragt, ob sie denn überhaupt zu ihrer Freundin gehen möchte. Sie konnte die Frage gar nicht beantworten. Immer wieder hat sie mir gesagt: „Mama, Frieda will, das ich heute zu …

Eltern und Smartphones – ein Gedanke

Heute war der erste Tag, der vermuten lässt, dass der Frühling bald um die Ecke kommt. 16 Grad bei strahlendem Sonnenschein. Endlich waren meine Tochter und ich nicht mehr die einzigen, die auf den Spielplätzen unterwegs waren. Mit den Kindern und Eltern kamen auch wieder die Smartphones ans Tageslicht. Auch ich spitze hin und wieder mal gerne darauf. Zugeben muss ich auch, dass ich einen Großteil der Stillzeit mit dem blöden Ding verbracht habe, immer mit einem Schuldgefühl. Gerne würde ich die Zeit nochmal zurückdrehen. Kostbare Momente gingen dadurch verloren. Seitdem ich bei Gordon Neufeld gelernt habe, dass Trennung das alarmierendste Ereignis für ein Kind ist, kann ich erahnen, wie verängstigt mein Kind sich fühlt, wenn ich auf mein Smartphone starrend, von ihm und seiner Welt abgeschnitten bin. Seit einem halben Jahr habe ich die Regel eingeführt, das Handy nach der Arbeit zu Hause zu lassen und ich muss sagen, es funktioniert gut. Es ist in gewisser Weise eine Erleichterung und die Verbindung zu meiner Tochter ist viel entspannter. Seitdem muss sie nicht mehr mit Sand durch die Gegend werfen oder …