Alle Artikel mit dem Schlagwort: Alltagsthemen aus entwicklungspsychologischer Sicht

Probiere es doch mal mit Spiel – schwierige Situationen mit Klein- und Vorschulkindern entspannen

Eltern von Kleinkindern und Vorschulkindern stehen oft vor der Situation, dass das Kind nicht tut was es soll. Wir Erwachsene haben den Terminkalender im Nacken und unser Nachwuchs zieht sich einfach nicht an, lässt sich nicht anziehen oder liest stundenlang Bücher auf der Toilette. Alle Erklärungsversuche scheitern. Je mehr ich fordere, desto größer scheint der Gegenwille zu werden. Da sind ganz natürliche Instinkte in Gang. Schaffe ich es nicht, mein Kind einzusammeln, so dass es gerne macht, was nötig ist, bleibt mir eigentlich nur noch die Option ein Spiel daraus zu machen.

Geht mein Kind in genügend Kurse? Turnen, Fußball, Schwimmen, Karate, Chinesisch, Klettern

Seitdem meine Tochter 4 Jahre alt ist (wahrscheinlich schon viel früher – aber davor habe ich es nicht bewusst wahrgenommen) häufen sich in meinem Umfeld die Diskussionen rund um verschiedene Kurse, die für Kinder angeboten werden. Alle Eltern wollen ihre Kinder optimal fördern und sie bloß nicht benachteiligen. Denn das Rennen um die wenigen Plätze scheint früher und früher zu beginnen. Die Sorge bei vielen Eltern ist groß. Fördern wir unser Kind genug? Verpasst es etwas, wenn es nicht wenigsten drei verschiedenen Aktivitäten nach dem Kindergarten nachgeht? Viele Eltern machen sich den Stress am Nachmittag, zerren ihre Kinder in vermeintlich entwicklungsfördernde Kurse, lassen nicht selten weinende, gestresste und müde Kinder zurück und reden sich ein, dass das Kind ja mithalten muss. Schließlich schleppen fast alle Eltern ihre Kinder mit spätestens 3 Jahren zu einem Kurs.

Gleichaltrigenorientierung an jeder Ecke und wieso uns das oft das Leben mit Kindern schwer macht

Wer schon öfters bei mir auf dem Blog gelesen hat, ist dem Wort „Gleichaltrigenorientierung bestimmt schon mal begegnet. Geprägt wurde der Begriff von Gordon Neufeld, einem kanadischen Entwicklungspsychologen. Er hat ein ganzes Buch zu dem Thema geschrieben: „Unsere Kinder brauchen uns“ oder in Englisch „Hold on to your kids“. Leider wird das Thema sehr oft missverständlich interpretiert, meist von Menschen, die sich nicht ausgiebig mit der Thematik beschäftigt haben. Seitdem ich verstanden habe, um was es dabei geht, begegnet mir diese Problematik an jeder Ecke. Wie so oft, wenn man endlich mal ein Wort für etwas Offensichtliches hat, nimmt es Gestalt an. Es geht dabei nicht darum, dass Kinder keine Freunde brauchen oder dass die Eltern sich ständig in alles einmischen sollten. Ich bin so froh, wenn die Freundin meiner Kleinen die Rolle von Bibbi oder Amadeus einnimmt und ich gelassen zuschauen darf, während die beiden auf dem Boden herumkrabbeln und „Hüüüüüa“ kreischen. Viele Dinge können Kinder einfach besser mit Kindern. Obwohl, wenn wir Erwachsenen uns mal auf das Spiel einlassen und komplett eintauchen, kann …

Warum 4-Jährige genauso rocken wie 1,2, und 3-Jährige – Jedes Alter ist das Beste!

“Welches Alter deines Kindes hast du bis jetzt am meisten genossen?”, werde ich oft gefragt. Meine ehrliche Antwort ist mittlerweile: “Jedes!” ab dem Zeitpunkt, zu dem ich mich darauf eingelassen habe und alles so angenommen habe, wie es gerade war, konnte ich die Zeit wirklich genießen. 

“Zahnlückenpubertät, Autonomiephase und magische Phase”-was steckt dahinter und wieso sind diese Begriffe nicht immer hilfreich

Hat es auch auf dich einen beruhigenden Effekt, wenn du hörst, dass das Verhalten deines Kindes sich ganz einfach mit einer Phase erklären lässt? Dann geht es dir so wie vielen anderen Eltern. Es liegt wohl in der Natur von uns Menschen, dass wir immer alles schön strukturiert einordnen müssen. Aber entwickeln sich Kinder tatsächlich nach einem Schema oder übersehen wir vielleicht etwas, wenn wir herausforderndes Verhalten als eine alterstypische Phase abtun?

Schule jetzt schon oder doch lieber später? Ist mein Kind schon bereit, eingeschult zu werden?

Gerade noch lagen sie winzig klein in unseren Armen und schon stehen sie als Vorschulkind vor uns. Das kann doch gar nicht sein. Mein Kind soll schon in die Schule?!? Soll mein Kind direkt mit sechs Jahren eingeschult werden oder warten wir lieber noch ein Jahr? Diese Frage stellen sich viele Eltern jedes Jahr aufs Neue.

Was hilft Schulkindern wirklich und wie Eltern die unbeschwerte Kindheit schützen können

Die „Mit meinem Text „Förderung, Nachhilfe oder was hilft Kindern wirklich? Wie Eltern ihr Kind gut durch die Schulzeit bringen können.“ bewerbe ich mich für den scoyo ELTERN! Blog Award 2018“ Über Förderung wird viel diskutiert. Frühförderung scheint in aller Munde zu sein. Aber ob so frühe Förderung wirklich der richtige Weg ist, um  allen Kindern zu ermöglichen, in der Schule den Anschluss zu behalten? Sollte die schulische Laufbahn unserer Kinder überhaupt unser höchstes Ziel sein?

Mein Kind weint jeden Morgen bei der Übergabe in der KiTa – Was Eltern tun können und wer braucht denn nun die KiTa, die Kinder oder die Eltern?

Immer wieder schreiben verzweifelte Eltern, meist Mütter, weil sie das Weinen ihrer Kinder morgens beim Abgeben in der KiTa nicht ertragen. Auch ich kenne dieses Gefühl. Es ist schrecklich. Meine Intuition zeigte mir ganz deutlich, dass meine Kleine bei mir sein sollte und nicht in dieser Einrichtung. Dass es eben für uns zu diesem Zeitpunkt nicht passte. Es gibt natürlich auch Kinder, die beim Abgeben weinen und sich vielleicht dennoch gut aufgehoben und sicher fühlen. Hier muss man wirklich sehr differenziert hinschauen. Es eigentlich besser zu wissen, es aber trotzdem tun zu müssen. Schlimm, ich fühle mit jedem weinenden Mutterherz mit. Und mit den Kindern natürlich, denn für diese ist es sicher nicht leichter.

Mein Kind will nicht mehr in den Kindergarten, sekundäre Trennung und wie Eltern damit umgehen können

Probleme im Kindergarten gibt es viele. Es gibt immer mal wieder Phasen, in denen es dem Kind schwerfällt, sich zu trennen oder in denen es überhaupt nicht dortbleiben möchte. Phasen, in denen es scheinbar nicht mit nach Hause möchte, in denen es wegrennt, wenn es abgeholt wird. Defensive Bindungsabwehr habe ich hier schon mal thematisiert. Oft kommen verzweifelte Eltern auf mich zu und wissen nicht, wie sie mit dem Verhalten umgehen sollen.