Alle Artikel in: Handynutzung von Kindern

Medienkonsum und Süßes als Ersatzbefriedigung

Immer wieder kommen Eltern auf mich zu und beklagen sich über den Medienkonsum ihrer Kinder. Bereits kleine Kinder im Alter von 2 Jahren schauen fern und fordern dies auch für sich ein. Bei mir triggert das Verlangen meiner Tochter nach dem Fernsehen irgendetwas. Bevor sie zur Welt kam hatte ich zwei Jahre lang keinen Fernseher und ich könnte auch weiterhin gut ohne tägliche Berieselung leben. Vielleicht nervt es mich deshalb gerade so, dass meine Tochter vehement ihre Sendungen einfordert.

Bist du auch von der Handynutzung in der Familie genervt?

Ich bin ziemlich verunsichert! Ich ahnte ja bereits, dass wir nicht auf dem besten Weg sind, was Begegnungen mit anderen Menschen angeht, aber dass es so schlimm ist, konnte ich nicht erahnen. Gerade war ich eine Woche lang mit meiner Tochter in Urlaub und was ich da sehen musste, fand ich wirklich erschreckend.

Handy, Tablet und Co in Kinderhänden – machen wir es uns zu einfach?

Immer wieder stolpere ich über den Medienkonsum von Kleinkindern und Kindern. Und immer wieder wird mir angst und bange, denke ich an die Zukunft. Läuft ein 8-Jähriger mit gesenktem Blick an mir vorbei, ohne auch nur zu merken, dass er gerade an jemandem vorbeiläuft, dann mache ich mir doch Sorgen. Spielt ein Teenager im Garten Fußball, während er in einer Hand sein Handy hat, auf das er zwischendurch immer mal wieder schaut, auch dann zweifle ich daran, dass wir unseren Kindern eine sinnvolle Nutzung näherbringen können. Fragt ein Vater auf dem Spielplatz einen anderen Vater:  „Sag mal, hast du hier auch so schlechtes Netz?“, während eine Mutter aus ein paar Metern Entfernung ruft: „Ja ich habe auch nur 3 G!“ dann platze ich innerlich vor Verzweiflung. Übertreibe ich? Das „Früher-war-alles-besser-Gerede“ geht mir auch auf die Nerven. Dennoch wünsche ich mir manchmal das alte grüne Telefon mit Drehscheibe herbei, das in Omas Flur stand und der ganzen Familie gehörte. Jeder konnte übrigens hören, was gesprochen wurde. Die Verbreitung von digitalen Endgeräten verlief so rasend schnell, dass ich …

Eltern und Smartphones – ein Gedanke

Heute war der erste Tag, der vermuten lässt, dass der Frühling bald um die Ecke kommt. 16 Grad bei strahlendem Sonnenschein. Endlich waren meine Tochter und ich nicht mehr die einzigen, die auf den Spielplätzen unterwegs waren. Mit den Kindern und Eltern kamen auch wieder die Smartphones ans Tageslicht. Auch ich spitze hin und wieder mal gerne darauf. Zugeben muss ich auch, dass ich einen Großteil der Stillzeit mit dem blöden Ding verbracht habe, immer mit einem Schuldgefühl. Gerne würde ich die Zeit nochmal zurückdrehen. Kostbare Momente gingen dadurch verloren. Seitdem ich bei Gordon Neufeld gelernt habe, dass Trennung das alarmierendste Ereignis für ein Kind ist, kann ich erahnen, wie verängstigt mein Kind sich fühlt, wenn ich auf mein Smartphone starrend, von ihm und seiner Welt abgeschnitten bin. Seit einem halben Jahr habe ich die Regel eingeführt, das Handy nach der Arbeit zu Hause zu lassen und ich muss sagen, es funktioniert gut. Es ist in gewisser Weise eine Erleichterung und die Verbindung zu meiner Tochter ist viel entspannter. Seitdem muss sie nicht mehr mit Sand durch die Gegend werfen oder …