Monate: September 2017

Gedanken zum Wechselmodell – durch die Brille der Entwicklungspsychologie

Für mich als alleinerziehende Mutter hören sich die harten Fakten rund um das Wechselmodell erstmal vielversprechend an. Vor allem höre ich erstmal Entlastung heraus. Denn aktuell liegt 95% der Erziehungsleistung und der finanziellen Verantwortung bei mir. Wenn also die Bedingungen optimal sind, Vater und Mutter sich mögen und beide für das Kind da sein wollen und sich verstehen, warum nicht…dachte ich bevor ich mich ausführlich mit Entwicklungspsychologie und der Reifung von Menschen beschäftigt habe. Wenn man nun aber weiß, dass sich die Bindungstiefe idealerweise in den ersten 6 Jahren entwickelt und es dazu nötig ist, dass das Kind so wenig mit Trennung konfrontiert ist wie irgendwie möglich, dann fängt man an, das Wechselmodell nochmal zu überdenken.

Und wie erziehst du?

Heute war ich seit langem mal wieder in der Bücherei. Einer meiner Lieblingsorte. All die Bücher, all das Wissen an einem Fleck, einfach schön. Irgendwann führte mein Weg mich zum Elternratgeberregal. Ich muss zugeben, ich musste kurz schlucken. Die Masse an Ratgebern rund um das Thema Erziehung hat mich schlichtweg erschlagen. Als ich mir dann einige genauer anschaute, konnte ich nur den Kopf schütteln. Gibt es wirklich so viele Menschen, die Bücher suchen, die ihnen sagen, „Wenn dein Kind xxx tut, dann tue xxx..“?

Mein Kind hat panische Angst- was tun?

In 5 Tagen soll es losgehen, unser erster Urlaub, der eine Flugreise erforderlich macht. Ganz spontan habe ich entschieden, dass ich einfach mal eine Woche ohne Wäsche waschen, Essen einkaufen, Spielplatz um die Ecke und Hausarbeit brauche. Eine Woche, in der ich mich an den gedeckten Tisch setze und noch ein bisschen Sonnenschein in wärmeren Gefilden genießen kann.

Hochsensibel mit Kleinkind

Hilfe – ich kann meine eigenen Gedanken nicht mehr hören Da wartet man voller Vorfreude auf das erste Wort, und dann das. Wörter von früh morgens bis spät abends, ohne Pause, ohne Luftholen, ohne Nachdenken. Wörter, den ganzen Tag Wörter. Wenn auf die leisen Wörter keine Reaktion folgt, dann werden sie immer lauter und fordernder. Laaaaaauuuter. Hilfe- ich höre meine Gedanken nicht mehr.

Kinder brauchen Kinder – ist das so?

Kinder brauchen Kinder, diese Behauptung ist zumindest sehr verbreitet. Kinder brauchen zur optimalen Entwicklung Gleichaltrige – ist das so? In letzter Zeit stelle ich mir immer wieder die Frage woher diese Annahme eigentlich stammt. Auf der Suche nach Studien zu dem Thema wurde ich leider nicht fündig. Woher kommt eigentlich diese Annahme, dass Kinder Gleichaltrige brauchen, und zwar in ausuferndem Maß, um sich zu entwickeln? Den ganzen Tag sind sie im Kindergarten schon mit ihren Spielkameraden vereint und viele Eltern denken dann, sie müssten den Kindern auch noch Verabedungen am Nachmittag und am Wochenende sichern. Sonst könnte es den lieben Kleinen ja langweilig werden.

Hilfe – Mein Kind ist so unruhig!

Immer wieder kommen Eltern auf mich zu und teilen ihre Verzweiflung über ihr unruhiges Kind mit mir. Da das Thema auch mich und meine Tochter betrifft, beschäftige ich mich schon sehr lange damit. Auch ich merke, dass mein Kind in vielen Situationen sehr unruhig ist. Diese Tage sind so anstrengend. Seitdem ich mich mit Gordon Neufeld und seiner entwickelten Theorie beschäftige ist mir klar, dass ich das Thema an der Wurzel angehen muss.

Ferienende, Trennungsschmerz, faule Frustration und Wutanfälle

Oft fühle ich mich hilflos. Dieses Gefühl, es eigentlich besser zu wissen, es aber nicht umsetzen zu können. Ich weiß zum Beispiel, dass es meiner Tochter viel besser tun würde, wenn ich sie anstatt um halb drei, bereits um 13 Uhr vom Kindergarten abholen könnte. Leider sind mir die Hände gebunden. Ich muss genug Geld zum Leben verdienen. Trotzdem plagt mich das schlechte Gewissen, wenn ich sie abhole und sie völlig neben sich steht. Ich schaffe es nicht, den Augenkontakt zu ihr herzustellen, sie schaut an mir vorbei, wenn ich sie abhole. Sie rennt ihrer Freundin hinterher anstatt in meine Arme.

12 Dinge, die mir mein Leben mit Kleinkind erleichtern

Die ersten zwei Jahre waren herausfordernd, sehr herausfordernd. Geprägt von schlaflosen Nächten, einem völlig überstimulierten Kind und viel Verzweiflung. Dabei wollte ich mein Kind doch einfach nur genießen. Trotzdem denke ich an die Zeit gerne zurück. Vor kurzem habe ich mir die Frage gestellt, wieso mein Alltag mit meiner Tochter nun plötzlich so viel entspannter ist. Was hat sich geändert? Was hätte mir vielleicht in den esten zwei Jahren geholfen, gelassener mit der Situation umzugehen?