Monate: August 2017

12 Dinge, die ich niemals zu meinem Kleinkind sagen wollte

Vor der Geburt meines Kindes konnte ich mir nicht im Entferntesten vorstellen, was auf mich zukommen würde. Meine Erwartungen waren ziemlich naiv und ich war tiefenentspannt. Das würde schon alles werden. Schon bevor meine Kleine das Licht der Welt erblickte wusste ich für mich, dass es Sätze gibt, die ich niemals zu meiner Tochter sagen möchte. Ich konnte mir gar nicht erklären, wie Eltern dazu kommen, solche Sätze von sich zu geben. Heute kann ich es sehr gut nachvollziehen, wenn ich auch weiterhin an meinem Vorhaben festhalte.

Der ideale Tag mit meinem Vorschulkind

In einem früheren Artikel habe ich bereits über den bevorstehenden Sommer und unsere Pläne berichtet. Nun sind sie also da, die Ferien… Seit gestern sind wir in meiner Heimat, einem kleinen Dorf mit zwei Straßen, wo jeder jeden kennt. Es hat sich vieles verändert. Was mir als erstes auffällt, wenn ich heute durch die Straße laufe ist, dass ich kaum noch Kinder auf der Straße sehe. Früher war das anders. Altersgemischte Gruppen machten den Ort unsicher und die Großen passten auf, dass die Kleinen nicht verloren gingen.

Kind und Karriere, das bedeutet es für mich als Mutter wirklich!

Kind und Karriere sind für mich zwei nicht zu vereinbarende Begriffe. Immer wenn ich an die beiden Begriffe denke, denke ich in „entweder“- „oder“- Mustern. Ich kenne keine einzige Mutter, die beides unter einen Hut bringt. Es gibt Mütter in meinem Bekanntenkreis, die Karriere machen. Die Kinder bleiben allerdings auf der Strecke. Das sind dann die Kinder, die immer als letztes von einer schwer schnaufenden Mutter abgeholt werden. Und es gibt Mütter, die viel Zeit mit ihren Kindern verbringen und komplett auf Karriere verzichten. Ich erinnere mich gut an den Tag, an dem die Teilzeitlüge mich eingeholt hatte. Ich musste genau dieselben Ergebnisse liefern, wie zuvor in Vollzeit.

Kinder und Selbstständigkeit, erlernt oder einfach da?

Die liebe Selbstständigkeit unserer Kleinen. Ein erklärtes Ziel der frühen Fremdbetreuung. Gerade neulich fiel der Satz von einer Erzieherin: „Kinder die unter 3 bereits fremdbetreut sind, sind viel selbstständiger!“ Aaaaaaaaahhhhhhh! Wer braucht 3-Jährige, die selbstständig sind? Wieso sollen Kinder immer früher alles selber machen? Ist es nicht das Schöne, an der Kindheit, dass man sich auch mal zurücklehnen kann und genießen kann, dass sich jemand um einen kümmert?

Warum 3-Jährige meine heimlichen Stars sind

Meine wilde Hummel wurde vor kurzem 4 Jahre alt. 4! Wo sind nur die Jahre hin? Der 3 trauere ich so richtig hinterher. Klar, sind alle Kinder süß und jedes Alter ist besonders. Aber ich liebe die Zeit zwischen 3 und 4 einfach. Wahrscheinlich schreibe ich das in einem Jahr über die Zeit zwischen 4 und 5 Jahren. Selten habe ich so viel gestaunt, gelacht, geweint, den Kopf geschüttelt, die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, stolz beobachtet, wie in dem letzten Jahr.

Frühförderung oder freies Spiel? – von Druck und Gruppenzwang

Dass ich so früh mit dem Thema „Förderung“ in Kontakt kommen würde, habe ich nicht erwartet. Es traf mich überraschend, als die Erzieherin mir die Anmeldung zu einer Sprachförderung im Kindergarten in die Hand drückte. Sie erklärte dazu, es sei freiwillig, da meine Tochter ja kein Förderkind sei. Damit geriet das Angebot bereits in Vergessenheit. Den Zettel konnte ich am Abend schon nicht mehr finden, somit hatte es sich für mich erledigt.

Was benötigt mein Kind denn nun zur Reifwerdung?

Gordon Neufeld zu Folge sind die „Bindungen der Schoß der Reifwerdung“. Also müssen die Bindungen zu den fürsorglichen Erwachsenen die Grundlage sein, die alles Weitere ermöglichen. Diese Beziehungen müssen dem Kind sicher sein und sollten niemals auf dem Spiel stehen. Und hierbei ist es gar nicht so wichtig, was der Erwachsene tut, sondern wen oder was das Kind in ihm sieht. Deshalb liest man bei Neufeld auch immer von der Kind-Eltern Beziehung und nicht umgekehrt. Denn es ist zu vernachlässigen, was der Erwachsene dem Kind über die Beziehung vermitteln will. Es zählt was das Kind in der Beziehung spürt und sieht. Diese beiden Perspektiven stimmen oft nicht überein. Das Kind braucht mindestens eine sichere Bindungsperson, einen sicheren Hafen und Rückzugsort. Einen Ort, an dem es weinen und sich öffnen kann. Nur so ist es vor Verletzungen, denen es tagtäglich begegnet, geschützt und das Gehirn panzert sich nicht dauerhaft aufgrund von verletzlichen Emotionen. Denn das ist ein weiterer wichtigerer Aspekt bei der Reifwerdung. Das Kind braucht ein weiches Herz, es muss seine Gefühle fühlen. Das hört …